Die Raketentrümmer am Himmel über Buxtehude bei Hamburg.

Die Raketentrümmer am Himmel über Buxtehude bei Hamburg. Foto: ElbNewsTV

Feuerbälle am Himmel über Hamburg: Elon Musk ist schuld

Am frühen Mittwochmorgen konnte über Hamburg und weiten Teilen Deutschlands ein ungewöhnliches Spektakel am Himmel beobachtet werden – leuchtende Punkte, die mit einem langen Schweif verglühen. Viele Menschen waren beunruhigt, wählten den Notruf. Bei den Feuerbällen soll es sich um die Reste einer kürzlich gestarteten Rakete des Tech-Milliardärs Elon Musk handeln.

Die verglühenden Raketenteile sollen nach Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) Teile der sogenannten Oberstufe der Falcon 9 des US-amerikanischen Unternehmens SpaceX gewesen sein. Die Rakete startete nach Informationen der ESA am 1. Februar in Florida, um 23 Satelliten der Firma „Starlink“ in den Orbit zu befördern, wie aus einem Post auf X der Firma SpaceX hervorgeht.

ESA muss Vorfall noch auswerten

Auf Anfrage der MOPO bestätigte die ESA, dass es „zu einem Wiedereintritt der Rakete über Deutschland von West nach Ost gegen 4.47 Uhr“ kam. Auch über Hamburg waren die Streifen am Himmel deutlich zu sehen, wie zahlreiche MOPO-Leser berichteten.

Trümmerteile der Falcon 9 verglühen über Hamburg. Screenshot / Dein Akhi
Satellit über Hamburg
Trümmerteile der Falcon 9 verglühen über Hamburg.

Der Vorfall müsse vom Team für Weltraumschrott noch ausgewertet werden, heißt es zudem. Während die Oberstufe der Falcon 9 plangemäß in der Atmosphäre verglühte, ist die erste Raketenstufe, der sogenannte Booster, auf den Bahamas gelandet.

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Nach Informationen des „rbb“ sind die Trümmerteile in einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern über Deutschland geflogen. Es gibt keine Anzeichen, dass Weltraumschrott hierzulande aufgeschlagen ist.

So schön das Schauspiel auch anzuschauen war – etlichen Beobachtern war der Anblick nicht geheuer. „Beim Polizeinotruf gingen am frühen Mittwochmorgen rund ein Dutzend Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern ein, die von dem beobachteten Phänomen berichteten“, so ein Polizeisprecher auf Anfrage der MOPO. „Durch die Polizistinnen und Polizisten konnten die Anrufenden unmittelbar aufklärt werden.“ (apa)

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