Razzien bei Autohändlern in Flensburg – vier tatverdächtige in Haft. Sie sollen acht Millionen Euro Steuern hinterzogen haben

Vermummte Polizisten bei der Razzia in Flensburg. Foto: Benjamin Nolte

Millionen Euro Steuern hinterzogen – Razzia bei Autohändler im Norden

Polizei und Ermittler der Finanzbehörde stürmten am Mittwochmorgen die Büros von mindestens zwei Autohändlern in Flensburg. Im Visier der Ermittler: Personen, die mit dubiosen Geschäften rund acht Millionen Euro Steuern hinterzogen haben sollen. Vier Beschuldigte kamen in Haft.

Nach MOPO-Informationen dauerten die Ermittlungen schon seit geraumer Zeit an. Der Vorwurf: Die Autohändler sollen über Strohmänner gezielt Steuern hinterzogen haben, indem sie Fahrzeuge steuerfrei aus dem europäischen Ausland kauften und anschließend weiterverkauften. 18 Beschuldigte werden in dem Verfahren geführt. Für vier von ihnen wurden zuvor erwirkte Haftbefehle vollstreckt, die Verdächtigen kamen in Haft.

43 Objekte in Deutschland durchsucht

250 Beamte waren im Einsatz und durchsuchten 43 Objekte in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Zwei davon in Flensburg, darunter eines in einer Villa. Dort standen auf einem Nebenplatz mehrere hochwertige und abgemeldete Autos. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

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