Unter anderem die Belegschaft der Hadag ist zum Streik aufgerufen.

Unter anderem die Belegschaft der Hadag ist zum Streik aufgerufen. Foto: picture alliance/dpa | Marcus Brandt

Verdi-Streik legt Schiffsverkehr auf der Elbe lahm

Auf die Hamburgerinnen und Hamburger kommen am Donnerstag weitere Warnstreiks der öffentlich Beschäftigten zu. Diesmal sind die Auswirkungen deutlicher zu spüren als noch am Dienstag.

In Hamburg haben Mitarbeitende im öffentlichen Dienst wieder die Arbeit niedergelegt. Diesmal hat der Warnstreik unter anderem Auswirkungen auf die Fährlinien der Stadt, den Flughafen und die Stadtreinigung. „Es fährt kein Schiff. Wir rechnen auch damit, dass über den ganzen Tag hinweg kein Fährbetrieb aufgenommen werden kann“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi in Hamburg.

Verdi-Streik: Keine Containerschiffe auf der Elbe

Nicht die einzige Auswirkung auf der Elbe: Der Verdi-Warnstreik hat außerdem den Containerschiffsverkehr lahmgelegt. Weil auch der sogenannte Lotsenversetzdienst streike, könnten lotsenpflichtige Schiffe den Hafen nicht mehr anlaufen oder verlassen, sagte ein Sprecher der Hamburger Port Authority HPA.

Schiffe, die keine Lotsen brauchen, können den Angaben zufolge den Hafen wie gewohnt erreichen und verlassen. Hafeninterne Verkehre finden demzufolge ebenfalls statt. Für Notfälle sei mit der Gewerkschaft eine Notdienstvereinbarung getroffen worden.

Von dem Streik sind der HPA zufolge im Hamburger Hafen auch Sperrwerke, Schleusen und bewegliche Brücken im HPA-Zuständigkeitsbereich betroffen.

Verdi-Mitglieder hängen im Terminal 2 des Hamburger Flughafens ein Warnstreik-Plakat auf. Jonas Walzberg/dpa
Verdi-Mitglieder hängen im Terminal 2 des Hamburger Flughafens ein Warnstreik-Plakat auf.
Verdi-Mitglieder hängen im Terminal 2 des Hamburger Flughafens ein Warnstreik-Plakat auf.

Auch am Flughafen waren die Auswirkungen des Warnstreiks zu spüren – wenn auch nicht so ausgeprägt. So sei der Flugbetrieb trotz des Ausstandes einiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie geplant angelaufen, sagte ein Flughafen-Sprecher. „Gestrichen sind weiterhin nur die Flüge von und nach München aufgrund des dort stattfindenden Streiks.“

Demozug der Gewerkschaft Verdi in der Hamburger City. Nazanin Shayegan-Stoppenhagen
Demozug der Gewerkschaft Verdi in der Hamburger City.
Demozug der Gewerkschaft Verdi in der Hamburger City.

Hamburg Airport rät: Nur mit Handgepäck reisen

Fluggästen empfahl der Flughafen, sich frühzeitig über ihren Flug zu informieren, eher am Flughafen zu sein und am besten nur mit Handgepäck zu reisen. Es könne dennoch weitere Verzögerungen und Einschränkungen geben. In den Warnstreik sind Beschäftigte der Flughafen GmbH, aber auch die der Instandhaltung, der IT-Dienste, der Flughafensicherheitsdienste, der Passagierabfertigung und der Gepäckbeförderung.

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Die Stadtreinigung wird zudem bis einschließlich Montag bestreikt. Hier dürften die Auswirkungen deutlich spürbar sein. Verdi hat unter anderem auch Beschäftigte der Hamburg Port Authority, der Theater sowie der Bundesagentur für Arbeit für Donnerstag zum Warnstreik aufgerufen. Darüber hinaus sollen sich Beschäftigte der Bezirksämter und Fachbehörden anschließen.

Ein gemeinsamer Demozug soll um 9 Uhr am Alten Elbtunnel starten. Von da aus wollen die Streikenden zum Gewerkschaftshaus nahe dem Hauptbahnhof ziehen. Verdi erwartet 3000 bis 3500 Teilnehmer. (dpa)

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