Ex-Frau und neuen Freund niedergestochen: Zweites Opfer tot
Bei einer Gewalttat stirbt im Kreis Segeberg eine 51-Jährige, ihr Partner wird lebensgefährlich verletzt. Unter Tatverdacht steht der Ex-Partner der Frau. Nun ist auch deren neuer Freund gestorben.
Knapp vier Monate nach der Gewalttat in Schackendorf (Kreis Segeberg) ist auch das zweite Opfer gestorben. „Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um die Todesursache zu klären“, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Michael Bimler. Der 45 Jahre alte Mann hatte bei der Tat am 16. November unter anderem eine Querschnittslähmung erlitten und sei am 13. März gestorben.
Nach bisherigen Erkenntnissen war die 51-Jährige im November von ihrem 52 Jahre alten Ex-Partner getötet worden. Der Angreifer soll sie und ihren neuen Partner vor dem Wohnhaus der Frau mit einem Messer niedergestochen haben. Anschließend flüchtete er vom Tatort, stellte sich aber später.
Mordermittlung gegen Ex-Partner
Die Behörden ermitteln wegen Mordes. Der Tatverdächtige habe die Tat selbst zwar nicht bestritten, sagte Oberstaatsanwalt Bimler. „Aber er hat sich nicht richtig eingelassen.“ Der Mann habe in seiner Vernehmung nur rudimentäre Angaben gemacht. Die Staatsanwaltschaft geht nach früheren Angaben von dem Mordmerkmal der Heimtücke aus. Der 52-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.
Im Dezember hatte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags berichtet, dass die Gewalttat eine Vorgeschichte hatte. Demnach hatte es bereits am 23. August 2024 einen Fall von häuslicher Gewalt zwischen der Frau und ihrem Ex-Partner gegeben. Der Mann soll in die Wohnung seiner Ex-Partnerin eingedrungen sein und dort ihre Tochter und deren Freundin an Stühle gefesselt haben.
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Als die Mutter nach Hause kam, soll er ihr mit einer hohlen Metallstange auf Kopf und Hand geschlagen haben. Danach sollen der Tatverdächtige und seine Ex-Partnerin über die zurückliegende Beziehung und auch deren neue Beziehung gesprochen haben. Dann verließ der Mann die Wohnung.
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