Lena Oberdorf im neuen Trikot der deutschen Nationalmannschaft sitzend

Lena Oberdorf könnte Anfang Mai ihr Comeback geben. Reicht es dann auch für die EM? Foto: screenshot/Instagram/dfb_frauenteam

Comeback? DFB-Hoffnung Lena Oberdorf gibt ihren EM-Traum nicht auf

Während die Nationalmannschaft weiter ihre EM-Form sucht, kehrt in Lena Oberdorf eine Hoffnungsträgerin in München zurück auf den Platz.

Sie hat es schon ganz genau vor Augen. Pokalfinale, ausverkauftes Kölner Stadion, sie selbst im Trikot von Bayern München. Endlich wieder fit auf der Bank – und dann „reinkommen, Kopfballtor machen“, schwärmte Mittelfeldspielerin Oberdorf: „Das wäre ein Traum.“ Einer, der Anfang Mai nach langer Leidenszeit in Erfüllung gehen könnte. Das Comeback der 23-Jährigen rückt immer näher – und schürt kurz vor der Europameisterschaft auch bei der Nationalmannschaft Hoffnungen.

Oberdorf hat auch Angst vor ihrem Comeback

Denn während das DFB-Team weiter seine EM-Form sucht und sich auf den Länderspiel-Doppelpack gegen Schottland am Freitag (20.35 Uhr/ZDF) und Dienstag (17.45 Uhr/ARD) vorbereitet, arbeitet Oberdorf nach einer schweren Knieverletzung im vergangenen Jahr weiter in München an ihrer Rückkehr. Sie freue sich nach so langer Zeit wieder „extrem“ auf Fußball, verriet sie zuletzt in ihrem Podcast „Popcorn und Panenka“, aber sie habe „auch ein bisschen Schiss, dass man schlecht zurückkommt“.



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Von etwaigen Zweifeln war am vergangenen Samstag jedoch nichts zu sehen. Erstmals absolvierte Oberdorf wieder Teile des Mannschaftstrainings bei den Bayern, für die sie seit ihrem Wechsel vom VfL Wolfsburg im vergangenen Sommer noch kein Spiel bestritten hat. Eingepackt in eine schwarze Trainingsjacke dribbelte und sprintete Oberdorf über den Rasen, immer wieder huschte ein Lächeln über ihr Gesicht.

Wück drei Monate vor der EM noch nicht zufrieden

Das dürfte auch Bundestrainer Christian Wück nicht entgangen sein. Denn der 51-Jährige ist mitten im EM-Casting derzeit alles andere als zufrieden. In seiner „idealen Traumwelt“, sagte der DFB-Coach drei Monate vor dem Beginn der Titelmission in der Schweiz (2. bis 27. Juli), wäre die deutsche Auswahl „schon ein bisschen weiter“.

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Vor allem das Thema Stabilität bereitet Wück große Sorgen, gesucht werden außerdem nach den Rücktritten von Alexandra Popp, Svenja Huth oder Marina Hegering Anführerinnen neben Kapitänin Giulia Gwinn. Themen, bei denen Oberdorf Abhilfe schaffen könnte.

Wück hofft auf Oberdorf-Einsätze vor der EM

Mit Blick auf die EM gab sich Wück zuletzt zuversichtlich. Es sei so, „dass die zeitliche Komponente passen könnte – und müsste“. Er hoffe, dass Oberdorf vor dem Turnier „noch das ein oder andere Spiel für die Bayern absolvieren“ könne.

Diese hatte sich seit ihrem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr kurz vor den Olympischen Spielen, bei denen Deutschland Bronze gewann, in Geduld üben müssen. In der langen Reha-Zeit lernte Oberdorf dabei ihren geliebten Sport aber auch wieder neu zu schätzen.

Oberdorf: „Man sollte das Beste daraus machen“

„Vor der Verletzung hatte ich auch Phasen, in denen ich gesagt habe, ich arbeite Fußball nur noch“, erklärte sie in ihrem Podcast. Doch die vergangenen Monate hätten ihr bewusst gemacht, dass diese Zeit begrenzt sei: „Ich glaube, man sollte das Beste daraus machen und es genießen.“

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Druck will sie sich bei ihrer Rückkehr von außen keinen machen lassen. „Ich will mir in erster Linie selbst gerecht werden“, betonte Oberdorf, die das große Highlight aber im Blick hat. Zur EM würde sie „brutal gerne“, erklärte sie zuletzt bei Sky. Zuvor könnte Oberdorf allerdings die Bayern am 1. Mai gegen Werder Bremen noch zum DFB-Pokalsieg köpfen – und sich damit ihren Traum erfüllen. (sid/vb)

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