Gefeuert wegen Reichsbürger-Nähe! Polizei-Angestellter meldete Corona-Demo an
Ein Angestellter der Polizei, der direkte Kontakte in die Reichsbürger-Szene haben soll und öffentlich Demonstrationen veranstaltet, um gegen die Pandemie-Maßnahmen zu protestieren? Genau das ist offenbar in Hamburg passiert: Der Polizei-Mitarbeiter soll Anmelder der Corona-Demo vergangenen Samstag in Wandsbek gewesen sein und auch bei anderen Protest-Aktionen als Redner aufgetreten sein. Die Polizei will ihn seit langem loswerden, doch das ist nicht so einfach. Die MOPO hat mit dem Mann gesprochen.
Knapp 1000 Teilnehmer demonstrierten von 18 bis 21 Uhr an der Wandsbeker Chaussee zwischen Wartenau und Ritterstraße. Tenor: „Hamburg, sag Stopp! Tschentscher komm raus!“ Teilnehmer sprachen bei PCR-Tests von einer „Erfindung Drostens“, die Bundesregierung sei ein „Gangsterkabinett“. Auch Rechtsextreme sollen mitgelaufen sein, so das Fazit des Verfassungsschutzes, der eine „gestiegene Einflussnahme von Extremisten“ bei Demos erkenne.
Zu dem Zeitpunkt ist der Anmelder der Demo noch formal Angestellter der Polizei. Nach MOPO-Recherchen wird er bereits seit längerem beobachtet und zur Reichsbürger-Szene gezählt. Diese Nähe hätte er auch in sozialen Netzwerken, darunter auch Telegram, wiederholt kundgetan, heißt es aus Ermittler-Kreisen.
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