Eine Puppe liegt in einer Babyklappe des Hamburger Vereins Sternipark. Die Nachfrage des Angebots geht in Hamburg zurück.

Eine Puppe liegt in einer Babyklappe des Hamburger Vereins Sternipark. Die Nachfrage des Angebots geht in Hamburg zurück. Foto: dpa

Babyklappen in Hamburg werden immer weniger genutzt

In den Hamburger Babyklappen werden immer weniger Neugeborene abgegeben. Das berichtet die Geschäftsführerin von Sternipark, Leila Moysich, die vor 25 Jahren die erste Klappe in Hamburg eröffnete, um das Überleben von Findelkindern zu sichern.

„Im ersten Jahr wurden uns sieben Kinder übergeben, mittlerweile sind die Zahlen deutlich zurückgegangen“, sagte Sternipark-Geschäftsführerin Leila Moysich der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Momentan werde pro Jahr nur noch ein Baby in den Babyklappen des Kitaträgers abgegeben. So wurde im November 2024 ein Säugling in Hamburg-Wilhelmsburg und im Sommer ein Baby in Satrupholm in Schleswig-Holstein übergeben. 

Babyklappe in Hamburg: Organisation rettet ausgesetzte Säuglinge

Insgesamt betreibt der private Kitaträger Sternipark drei Babyklappen. Die erste Babyklappe in Hamburg-Altona wurde vor 25 Jahren am 8. April 2000 eröffnet. Legt jemand ein Baby in das Wärmebett hinein, wird ein Alarm ausgelöst und Mitarbeiter kümmern sich sofort um das Neugeborene. Anschließend wird das Baby bis zu acht Wochen von Pflegeeltern betreut. Meldet sich die Mutter bis dahin nicht, wird das Kind in Adoptionspflege gegeben.

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Eine Adoption ist dann frühestens nach einem Jahr mit Genehmigung des Gerichts möglich; die Mutter oder der Vater haben bis dahin die Möglichkeit, das Kind zu sich zurückzunehmen. (dpa)

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