Darf man hier je wieder baden? Hamburger See schon im März gesperrt
Ein kleiner Sandstrand, eine Liegewiese und ringsherum Bäume – der Boberger See in Bergedorf ist im Sommer ein beliebter Ort zum Sonnen, Kraulen und Plantschen. Nun ist der See gesperrt. Die Burgunderblutalge hat sich ausgebreitet – bestätigt das Bezirksamt Bergedorf gegenüber MOPO. Ist der Beginn der Badesaison am 16. Mai bedroht?
Eine Privatperson hatte die für die Alge typischen roten Schlieren im Wasser erkannt und bei der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) gemeldet. Die Burgunderblutalge kann bei Mensch und Tier zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen, geröteten Augen und Atemnot führen.
Das Bezirksamt rät daher dringend vom Baden im See ab. Hundebesitzer sollen ihre Tiere nicht aus dem See trinken lassen.
Vorsicht, wenn das Wasser rot oder grün-türkis schimmert
Laut BUKEA handelt es sich nur um temporäre Vorsichtsmaßnahmen. Sie empfiehlt, nicht in Seen zu baden, wenn die Füße im knietiefen Wasser nicht zu sehen sind oder wenn die Wasseroberfläche rot oder grün-türkis schimmert.
Ein Algenbefall so früh im Jahr ist aber nicht ungewöhnlich. Auch in den vergangenen Jahren breiteten sich im Frühjahr immer wieder Blaualgen in Hamburger Seen aus – auch im Allermöher See.
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Trotz der Algenblüte beeindruckt der Boberger See auch dieses Jahr mit seiner „ausgezeichneten“ Badegewässerqualität, verrät die BUKEA. Letzten Sommer war er kurzzeitig wegen übermäßiger Fäkalkeime gesperrt. Blaualgen blühten in der vergangenen Badesaison nicht im See.
Wie es um die anstehende Badesaison steht, bleibt unklar. Besucher können aber helfen, die Menge an Nährstoffen für die Algen im See zu reduzieren: Toiletten benutzen und keine Wasservögel füttern.
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