Becken kauft in Colonnaden

Das Bauunternehmen Becken kauft in Colonnaden zwei Gebäude aus der Signa-Pleite. Foto: Becken

Aus Signa-Pleite: Hamburger Baulöwe kauft diese historischen Altbauten in der City

Und wieder sind Immobilien aus der Signa-Pleite unter den Hammer gekommen: Mitten in der Innenstadt hat das ein bekanntes Hamburger Bauunternehmen zwei wunderschöne Gebäude erworben. Zuvor wurden schon das Kaufmannshaus und die Alsterarkaden mitten in der City verkauft.

Diesmal geht es um zwei schöne historische Gebäude aus dem 19. Jahrhundert an den Colonnaden. Erworben hat sie das Hamburger Bauunternehmen Becken im Rahmen eines Joint-Venture-Vertrages mit einem Schweizer Investmentmanagement. Die beiden Gebäude Colonnaden 21 und 25 in der City-Büromarktzone stehen unter Denkmalschutz. Was der Immobilien-Deal gekostet hat, darüber schweigt das Unternehmen.

Bauunternehmen Becken kauft Häuser an den Colonnaden

Die nebeneinander liegenden Gebäude mit insgesamt rund 2500 Quadratmetern Mietfläche verfügen jeweils über ein Unter- und fünf Obergeschosse. Die Mieteinheiten werden größtenteils als Büro genutzt, das Erdgeschoss als Gewerbe- und Einzelhandelsfläche. Beide Objekte in der renommierten Bürolage sind zu rund 90 Prozent langfristig an Rechtsanwaltskanzleien, Beratungsfirmen und Verbände vermietet.

Becken will die 1878/1879 erbauten Patrizierhäuser nun aufwerten und modernisieren. „Die Objektlage Colonnaden 21 und 25 bietet uns eine attraktive Investitionsmöglichkeit in einem stabilen und begehrten Teilmarkt mit hoher Nachfrage nach modernen, zentral gelegenen Büroflächen“, sagt Jens Hogekamp, Geschäftsführer der Becken Development GmbH. „Wir sind überzeugt davon, dass sich ein Investment gerade jetzt, antizyklisch zur aktuellen Marktphase, auszahlt.“

Signa-Pleite: Alsterarkaden und Kaufmannshaus verkauft

Schon Anfang des Jahres wurde bekannt, dass drei weitere Hamburger Prestigeobjekte und -projekte aus der Benko-Pleite für wohl knapp 400 Millionen Euro über den Tisch gewandert sein sollen. Dabei handelt es sich laut „Immobilien Zeitung“ um das Kaufmannshaus zwischen Große Bleichen und Bleichenfleet, die Alsterarkaden zwischen Rathaus, Neuer Wall und Jungfernstieg sowie das Grundstück am Gänsemarkt, auf dem die Gänsemarktpassage stand.

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Auf dem freien Grundstück am Gänsemarkt baut die HanseMerkur Grundvermögen einen modernen Büro- und Geschäftshauskomplex. Der geplante achtgeschossige Neubau schließt an die Colonnaden an. Dadurch entstehen laut Entwickler großzügige Innenhöfe und Durchgänge mit Gastronomie- und Einzelhandelslandschaft. In den Obergeschossen sind vor allem Büros geplant. Im rückwärtigen Dachgeschoss werden Außenterrassen einen Blick über die Dächer zur Binnenalster bieten.

Bewegung gibt es auch beim Kaufhof-Gebäude an der Mö: Eigentümer des Gebäudes ist seit 2022 der international agierende Immobilien-Entwickler Tishman Speyer, der dem Projekt den Namen Ajour gegeben hat. Dort stehen die ersten Mieter fest. Zuvor gibt es aber einen großen Umbau.

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