Jedes Jahr nehmen Hunderte am „Megamarsch“ teil – doch nur rund die Hälfte schafft die irre Strecke.

Jedes Jahr nehmen Hunderte am „Megamarsch“ teil – doch nur rund die Hälfte schafft die irre Strecke. Foto: Megamarsch

„Megamarsch“: Tausende laufen 100 Kilometer rund um Hamburg – jeder Zweite gibt auf

Ist das noch sportlicher Ehrgeiz? Oder schon gelebter Masochismus? Jedes Jahr machen sich Hunderte Teilnehmer auf, um Hamburg zu Fuß zu umrunden – innerhalb von 24 Stunden. Am Samstag startet der nächste „Megamarsch“.

Wo es von Samstag- bis Sonntagmittag lang geht, weiß jeder, der schon mal auf dem Grünen Ring unterwegs war: Die Monster-Wanderstrecke des „Megamarsches“ orientiert sich an dem Wanderweg, der einmal rund um die Stadt führt. Auf 100 Kilometern geht es von Finkenwerder durch den Süden Hamburgs, über die Elbbrücken und im ganz großen Bogen über Wandsbek, Ohlsdorf, Fuhlsbüttel und Altona zurück bis zum Anleger Teufelsbrück.

Klingt malerisch? Ist es auch. Zumindest, wenn man etwas sieht. Und da beginnen die Probleme für Otto Normalspaziergänger: Der nämlich läuft den Grünen Ring in appetitlichen Portionen zu zehn bis 20 Kilometern ab. Wer sich die 100 Kilometer vielfraßmäßig in einem Rutsch gibt, muss damit leben, einen Gutteil der Strecke im Dunkeln zurückzulegen.

„Megamarsch“: Mehr als 2000 Anmeldungen – nur 1000 werden ankommen

Wobei das spätestens ab Kilometer 40 für die meisten noch das geringste Problem sein dürfte: Stattdessen plagen Blasen an den Füßen, Pfeifen in der Lunge und Kneifen an allen möglichen und unmöglichen Körperstellen selbst gut trainierte Teilnehmer.

Gute Laune am Start – wie es wohl 100 Kilometer weiter aussieht? Megamarsch
Gute Laune am Start – wie es wohl 100 Kilometer weiter aussieht?
Gute Laune am Start – wie es wohl 100 Kilometer weiter aussieht?

Ein Trost für alle Flachländer: Allzu unwegsam wird es nicht, nur 350 Höhenmeter gilt es insgesamt zu überwinden. Kein Vergleich zu den 1500 beim „Megamarsch“ in Stuttgart oder den 1200 im Weserbergland. Für zusätzliche Motivation könnte sorgen: Alle 20 Kilometer gibt es eine Verpflegungsstation.

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Laut Veranstalter haben sich für das Event am Samstag (und Sonntag) schon mehr als 2100 Menschen angemeldet. Und rein rechnerisch schafft es jeder Zweite, – man kann es nicht oft genug betonen – innerhalb von 24 Stunden 100 Kilometer zu Fuß zu gehen. „Im Ziel gibt es eine Urkunde, eine Medaille und das alkoholfreie Finisher-Bier“, heißt es vom Veranstalter. Der eine oder andere wird sich eventuell zusätzlich und sehr verdientermaßen ein alkoholisches Getränk auf den Erfolg gönnen.

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