Epidemische Notlage: Jetzt handeln, statt später bereuen
Hamburgs Regierungskoalition will die epidemische Notlage ausrufen. Ein Satz, der bei vielen eine rote Warnleuchte aufblinken lässt. Kommt jetzt etwa der nächste Lockdown? Muss nicht sein. Zuerst schafft das Ausrufen der epidemischen Notlage vor allem eines: Sicherheit zum Handeln, wenn es darauf ankommt.
Wie gut wirkt der Impfstoff gegen die neue Omikron-Variante? Wie schwer sind die Verläufe? Viele Fragen sind noch offen und die Fallzahlen zu hoch, um in diesem Winter einfach nur den Impffortschritt abzuwarten.
Epidemische Notlage: Der Bürokratie einen Schritt voraus sein
Denn gerade das Warten war es doch, dass uns in vieles hat hineinrutschen lassen: Huch, wir brauchen jetzt eine Infrastruktur fürs Boostern. Ups, wir müssen die Kinder besser schützen. Aktuell mag es Hamburg besser ergehen als anderen Bundesländern, doch die deutsche Bürokratie ist bekanntlich langsam.
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Ehe im Ernstfall die Grundlage zur Handlungsfähigkeit geschaffen würde, hätten sich womöglich hunderte Menschen infiziert. Was es jetzt braucht, ist Voraussicht. Genau die beweist Rot-Grün mit der Entscheidung, die epidemische Notlage noch vor der Winterpause ins Parlament einzubringen.