Anwohner-Parken teurer: Das ist mehr als gerecht
In Hamburg wird das Parken teurer – und die üblichen Verdächtigen regen sich mal wieder auf. Eine Unverschämtheit sei das, maßlos noch dazu und sowieso Abzocke! Fakt ist: Zum 1. Januar will die Verkehrsbehörde die Gebühren fürs Anwohnerparken von 45 auf 65 Euro erhöhen. Und das ist völlig angemessen.
Zum Vergleich: 65 Euro entspricht gerade mal 5,40 Euro im Monat. In anderen nordeuropäischen Städten vergleichbarer Größe werden ganz andere Preise aufgerufen: In Stockholm kostet Anwohnerparken 827 Euro im Jahr, in Amsterdam 535 Euro und in Kopenhagen immerhin 158 Euro. All diese Städte gelten als vorbildlich bei der angestrebten Verkehrswende.
Anwohnerparken in Hamburg: Ab Januar wird’s teurer
Denn der öffentliche Raum ist für alle da – und Autofahrer haben nicht per se Anspruch auf einen kostenfreien Platz, an dem sie immer und überall möglichst bequem ihre Blechkiste abstellen können.
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Die Durchschnittsgröße für einen Parkplatz liegt zwischen 11,4 und 13,4 Quadratmetern – das ist größer als so manches WG-Zimmer. Doch der Raum in Hamburg ist begrenzt und immer härter umkämpft. Fußgänger brauchen Platz, Radfahrer, Kinder und Bäume auch. Wer also exklusiv einen Teil für sein Automobil beansprucht, soll eben dafür zahlen.
Autofahrer haben kein Recht auf einen Gratis-Stellplatz
Im Gegensatz steigt ja auch die Chance, überhaupt einen Parkplatz zu finden, weil Ortsfremde ausgeschlossen werden. Wenn die Einnahmen daraus wiederum in die Mobilitätswende fließen, ist damit allen geholfen.
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