Viele Familien leiden unter den Verdi-Streiks. (Archivbild)

Viele Familien leiden unter den Verdi-Streiks. (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn | Christin Klose

Streik bringt Eltern ans Limit: „Wir haben keinerlei Einfluss auf die Verhandlungen!“

Der XXL-Streik von Verdi bringt Hamburgs Eltern zum Ferienbeginn an ihre Grenzen: Der Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung Hamburg (LEA) fordert in einem offenen Brief, schnell den Tarifstreit zu klären, um weitere Streiks zu verhindern.

Die Ferien haben erst jetzt begonnen, doch Entspannung ist für Hamburgs Eltern in weiter Ferne. Nicht nur die Mitarbeiter am Flughafen streiken, wodurch Tausenden Familien ein Strich durch ihre Urlaubspläne gemacht wurde – auch die Mitarbeiter in den Elbkinder-Kitas haben am Montag ihre Arbeit niedergelegt.

„Fordern schnellstmöglich eine Einigung“

„Wir fordern die Verhandlungspartner:innen beider Seiten eindringlich dazu auf, schnellstmöglich, in der nächsten Verhandlungsrunde, eine Einigung im Tarifstreit herbeizuführen, um weitere Streiks zu verhindern!“, so beginnt der offene Brief des LEA, der sich an Kita- und Schulleitungen sowie an die Träger- und Verbandvertreter richtet.



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Die Elternvertreter äußern in dem Brief großes Verständnis für die Forderungen der Erzieher:innen und zeigen sich „mit vielen Forderungen solidarisch“. Gleichzeitig wollen sie die „zusätzlichen Strapazen für Eltern und Kinder“ durch die Streiks klar und deutlich benennen.

„Eltern zerreißen sich“

Die Leidtragenden seien wieder die Familien, die keinerlei direkten Einfluss auf die Verhandlungen hätten. „Eltern zerreißen sich, versuchen berufliche Verpflichtungen mit der Betreuung der Kinder zu balancieren, fangen
auf, dass Kinder aus ihren gewohnten Abläufen gerissen werden.“

Weiter heißt es in dem am Montag veröffentlichten Schreiben: „Wir verurteilen insbesondere die Schärfe der diesjährigen Arbeitskampfmaßnahmen, die durch sehr kurzfristig angekündigte Streiks spürbar sind.“

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Die Elternvertretung fordert unter anderem, Streiks frühzeitig anzukündigen, um eine alternative Betreuung organisieren zu können, einen Notbetrieb sicherzustellen sowie zu ermöglichen, dass Eltern eine freiwillige Betreuung von Eltern in Kita-Räumen auf die Beine stellen können. (mp)

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