Verhandlungsrunde gescheitert – Warnstreik an Hamburger Klinik
Es wird wieder gestreikt: Dieses Mal ruft die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Helios Endo-Klinik (Altona-Altstadt) dazu auf, die Arbeit niederzulegen. Das bedeutet der Streik für die Patientenversorgung.
Vor der kommenden Verhandlungsrunde zwischen Verdi und den Helios-Kliniken soll der Arbeitgeberseite nochmal Druck gemacht werden. Die rund 450 Beschäftigten und 60 Auszubildenden der Endo-Klinik werden daher am 19. März zum Warnstreik aufgerufen.
Zweite Runde der Tarifverhandlungen erfolglos
„Angesichts hoher Lebenshaltungskosten und der ständigen Verfügbarkeit in unseren Kliniken ist es an der Zeit, die Leistungen der Beschäftigten gerecht zu honorieren“, so Robert Fuchs, Mitglied der Verhandlungskommission aus der Endo-Klinik Hamburg.
Die zweite Runde der Tarifverhandlungen ist am 13. März ohne Einigung zu Ende gegangen. „Helios hat erneut kein Angebot vorgelegt, obwohl die Arbeitgeber dies in der ersten Verhandlungsrunde zugesagt hatten“, sagte Sylvia Bühler, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand und Verhandlungsführerin.
Trotz Warnstreik: Patientenversorgung ist sichergestellt
„Wir bleiben zuversichtlich, am Verhandlungstisch zu vernünftigen Lösungen zu kommen“, heißt es wiederum auf MOPO-Anfrage von den Helios-Kliniken. Für Warnstreiks im Vorfeld der kommenden Tarifverhandlungen gäbe es daher kein Verständnis.
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„Der Warnstreik betrifft die Früh- und Spätschicht der Pflege in unserem Hause“, erklärt Christian Becker, Unternehmenssprecher der Region Nord. Über mögliche Einschränkungen könne zwar im Vorfeld keine Aussage getroffen werden, jedoch sei mit Verdi eine Notdienstvereinbarung geschlossen worden. „Die Patientenversorgung ist zu jedem Zeitpunkt sichergestellt“, so Becker.
Verdi fordert Lohnerhöhungen
Konkret fordert Verdi für die rund 21.000 Tarif-Beschäftigten der Helios-Kliniken Lohnerhöhungen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr. Auszubildende sollen zudem bei einer Laufzeit von einem Jahr ein Plus von monatlich 150 Euro bekommen. „Anstatt auf die Forderungen der Beschäftigten einzugehen, verlangte die Arbeitgeberseite, Maßnahmen zum flexiblen, standortübergreifenden Einsatz von Beschäftigten zu tarifieren“, sagt Bühler. Den Beschäftigten würde im Alltag aber bereits mehr als genug Flexibilität abverlangt.
Am 21. März startet die dritte Verhandlungsrunde. (mwi)
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