Lila Bus fährt über Straße

Diese lila Busse des Ersatzverkehrs der Riedbahn wird man bald noch häufiger sehen. Foto: picture alliance/dpa/Arne Dedert

Warum diese lila Busse bald häufig in Hamburg unterwegs sind

Für die Zeit der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin sollen neue Busse als Schienenersatz im Nahverkehr auf die Straßen geschickt werden. Von Schwerin nach Berlin gibt es eine Extra-Lösung.

Die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin ab August hat auch Auswirkungen auf den Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern. Sämtliche Strecken, welche auf die Hamburg-Berliner Strecke zulaufen oder sie nutzen, können nicht mit dem Zug befahren werden, wie die Bahn mitteilte. Dazu gehören etwa die Strecken Schwerin-Hagenow-Hamburg, Schwerin-Ludwigslust-Berlin und Hagenow-Ludwigslust-Parchim.

Diese Strecken sind betroffen

Veränderungen ergeben sich laut Bahn im Ergebnis für die Linien RE1 Rostock–Schwerin–Hamburg, RE8 Wismar–Schwerin–Berlin, RE4 zwischen Bützow und Lübeck, RB 17/18 zwischen Wismar, Bad Kleinen, Schwerin und Ludwigslust sowie RB14 zwischen Parchim, Ludwigslust und Hagenow.

Pupurfarbene Busse sollen als Schienenersatzverkehr auf die Straßen geschickt werden. Die Fahrpläne stehen bereits auf www.bahn.de und in der App DB Navigator. Es soll laut Bahn Expresslinien und solche mit mehr Unterwegshalten geben. Die Busse würden neu angeschafft und seien mit WLAN sowie Steckdosen an den Sitzen ausgestattet. Ein Teil soll über Toiletten verfügen.

Kein Halt in Güstrow

Zwischen Schwerin und Berlin wird den Angaben zufolge mit der RE85 eine Extra-Verbindung alle zwei Stunden eingerichtet, über Güstrow und Waren (Müritz). Die Fahrtdauer beträgt laut Ankündigung 2 Stunden und 31 Minuten. Das wiederum zieht Veränderungen auf der Linie RE5 Rostock–Berlin nach sich. „Angesichts der nicht ausreichenden Leistungsfähigkeit der Umleitungsstrecke über Güstrow wird die RE5 zwischen Rostock und Waren umgeleitet und hält für die Dauer der Bauarbeiten nicht in Güstrow“, hieß es.

Die Generalsanierung und damit Vollsperrung der Strecke Hamburg – Berlin soll vom 1. August 2025 bis 30. April 2026 dauern. Bei der Gelegenheit sollen auch neun Haltepunkte in Mecklenburg-Vorpommern modernisiert werden, wie es hieß.

Zwei weitere IC-Zugpaare in den Osten

Zwischen Hamburg und der Ostseeküste gibt es den Angaben zufolge ab August bis zu drei tägliche Direktverbindungen je Richtung mit Fernzügen via Lübeck und Bad Kleinen. Aufgrund der hohen Nachfrage sei das Angebot im Vergleich zu den Bauarbeiten im vergangenen Jahr 2024 in starken Nachfragezeiten um zwei weitere IC-Zugpaare ausgebaut worden, hieß es. Von Berlin aus seien die touristischen Ziele an der Mecklenburgischen Seenplatte und die Urlaubsinseln weitgehend uneingeschränkt mit dem Fern- und Regionalverkehr erreichbar.

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Wer auf schnellstem Weg von Ludwigslust nach Hamburg will, für den bietet die Bahn IC-Ersatzbusse ein. Zwischen Ludwigslust und Berlin gibt es so eine Möglichkeit nicht. Dafür müssten Ersatzbusse des Nahverkehrs genutzt werden, mit Umstieg in Quitzow bei Perleberg sowie Wustermark bei Berlin – Fahrzeit: mindestens 3 Stunden und 40 Minuten. (dpa)

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