Amokdrohung über gehackten Account verschickt: Schule im Norden geschlossen
Aufregung am Christian-Gymnasium im niedersächsischen Herrmannsburg: Über den Account eines Schülers wurde für den heutigen Freitag und den kommenden Montag ein Amoklauf angedroht. Der Text liegt der MOPO vor. Die Schule lässt den Unterricht ausfallen.
„Nach ersten Erkenntnissen ist eine konkrete Gefährdungslage nicht gegeben“, sagt eine Sprecherin der Polizeiinspektion Celle. Die Schulleitung hätte unabhänging von den Ergebnissen der Ermittlungen beschlossen, den Unterricht ausfallen zu lassen.
Nach MOPO-Informationen wurde die Drohung am frühen Donnerstagabend über den Account eines Neuntklässlers auf der Online-Plattform iServ verbreitet. Diese Plattform wird von Schülern und Lehrern genutzt, um sich auszutauschen oder Aufgaben und Unterrichtsmaterialien zu verteilen. Die Polizei Bergen wurde gegen 21 Uhr durch die Eltern des Schülers über die Drohung informiert.
Amokdrohung: Polizei will Täter über IP-Adresse ermitteln
„Wenn ihr noch nicht von meinem Amoklauf am Montag mitbekommen habt, dann lest euch meinen Post durch“, heißt es in der Nachricht, die der MOPO vorliegt. „Ebenso werde ich euch morgen einen kleinen Vorgeschmack geben. Also macht euch gefasst.“
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„Dies nehmen wir sehr ernst“, schrieb der Schulleiter des Christian-Gymnasiums, Michael Zilk, am späten Donnerstagabend in einer Mail an die Lehrer, Schüler und Eltern. „Um niemanden zu gefährden und um die Ermittlungen der Polizei nicht zu stören, fällt morgen, Freitag, den 21.02.2025, der Unterricht für alle Jahrgänge aus.“
Der betreffende Schüler, in dessen Name der Text gepostet wurde, hat mit der Drohung aber nichts zu tun. „Offenbar hat sich ein Unbekannter Zugang zu dem Account verschafft“, so die Sprecherin weiter.
Die Beamten ermitteln am Gymnasium und versuchen über die IP-Adresse den Schuldigen zu finden. Im Laufe des Vormittags will die Polizei weitere Einzelheiten bekannt geben.
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