Nahe Hamburg: Viel zu hoher Lieferwagen bleibt unter Bahnbrücke stecken
Ein Lieferfahrzeug ist am Mittwochnachmittag unter einer Bahnunterführung in Stelle im Landkreis Harburg stecken geblieben und hat für eine mehrstündige Straßensperrung gesorgt.
Nach Angaben der Bundespolizei fuhr der Opel-Transporter gegen 17 Uhr in die Unterführung an der Straße Hinter der Bahn ein, obwohl das Fahrzeug mit 2,7 Metern deutlich höher war als die zulässige Durchfahrtshöhe von 2,3 Metern. Offenbar hatte der Fahrer die Höhenbegrenzung unterschätzt.
Lieferwagen prallt gegen Bahnbrücke und bleibt stecken
Beim Versuch, die Unterführung zu passieren, riss sich der Transporter das Dach und die Seite auf und verkeilte sich unter der Brücke der Bahnstrecke Hamburg-Lüneburg. Um das Fahrzeug zu befreien, musste zunächst die Luft aus den Reifen abgelassen werden, bevor der Wagen zurückgesetzt werden konnte. Das havarierte Fahrzeug wurde abgeschleppt. Die Strecke blieb bis etwa 20 Uhr voll gesperrt. An der Eisenbahnbrücke selbst entstand nach ersten Erkenntnissen der Bahn kein größerer Schaden. Der Zugverkehr über die Brücke konnte ohne Einschränkungen fortgesetzt werden.
Anwohner: Immer wieder Unfälle an Bahnunterführung
Anwohner berichteten, dass dies nicht der erste Unfall dieser Art gewesen sei. Immer wieder würden Autofahrer die Höhenbegrenzung an dieser Stelle falsch einschätzen. Die Situation habe sich verschärft, seit Anfang Februar die Eisenbahnbrücke an der Steller Chaussee wegen möglicher Einsturzgefahr bei Belastung gesperrt wurde. Dadurch sei die Unterführung „Hinter der Bahn“ zu einer von nur noch drei passierbaren Unterführungen in Stelle geworden. (joto/mp)
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