Mann hält an Silvester einen großen Böller im Freien in der Hand

„Polenböller“ können eine lebensbedrohliche Sprengkraft haben. (Symbolwaffe) Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer

Versuchter Totschlag? Mann wirft Nagelbombe in Auto mit Kleinkind

Am vergangenen Samstag soll es in Salzgitter zu einer schrecklichen Tat gekommen sein. Ein 60-Jähriger warf mutmaßlich einen selbstgebauten Sprengkörper in ein Auto. In dem Fahrzeug befanden sich zwei Männer und ein neun Monate altes Baby.

Laut Staatsanwaltschaft Braunschweig soll der deutsche Tatverdächtige den Sprengsatz durch ein geöffnetes Autofenster geworfen haben. Der Sprengkörper basierte auf einem sogenannten „Polenböller“ und war mit Muttern und Schrauben versehen, wie der NDR mitteilt. Die Insassen des Fahrzeuges hatten Glück im Unglück: Der Sprengsatz, dessen Lunte schon brannte, explodierte nicht. Die Ermittlungen zur Ursache laufen noch.

Tatverdächtiger kannte die Opfer

Ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Braunschweig zufolge kannte der Verdächtige die Fahrzeuginsassen persönlich. Die Polizei nahm den 60-Jährigen kurz nach der Tat fest. Der Mann wurde vorläufig in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Ob eine psychische Erkrankung vorliegt, werde derzeit untersucht.

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In seiner Wohnung entdeckten Ermittler weitere mutmaßliche Sprengkörper. Das Amtsgericht Salzgitter erließ nach Angaben von „t-online“ Haftbefehl wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag und versuchte Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Die Staatsanwaltschaft prüft das Gefahrenpotenzial der sichergestellten Sprengkörper. Die Ermittlungen dauern an.

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