Batterie-Riese meldet Insolvenz an – was heißt das für Mega-Fabrik im Norden?
Der Batteriehersteller Northvolt hat in seiner schwedischen Heimat Insolvenz angemeldet. Der Arbeiten an der Fabrik in Schleswig-Holstein sollen weiter gehen. Doch wie lange?
Nach dem Insolvenzantrag des hoch verschuldeten Batterieherstellers Northvolt in seiner schwedischen Heimat ist auch die Zukunft der geplanten Batteriefabrik bei Heide in Schleswig-Holstein fraglich. „Der Betrieb in Deutschland wird fortgesetzt“, berichtete ein Sprecher von Northvolt-Deutschland am Mittwochvormittag. „Die Northvolt Drei Project GmbH ist als eigenständige GmbH nicht Teil des Insolvenzantrags und steht in Kontakt mit dem nun eingesetzten Verwalter für Northvolt AB in Schweden.“
Northvolt meldet in Stockholm Insolvenz an
Zuvor hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Insolvenzantrag bei einem Stockholmer Gericht eingereicht. Der Schritt umfasst demnach alle schwedischen Einheiten des Konzerns, nicht aber die deutschen und amerikanischen Tochtergesellschaften.
Northvolt galt als Produzent der Batterien für E-Autos lange Zeit als große Hoffnung für die europäische Automobilindustrie. In Schleswig-Holstein wollte das Unternehmen Batteriezellen für bis zu einer Million Elektroautos pro Jahr bauen.
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Den Startschuss für den Bau des 4,5-Milliarden-Euro-Projekts gaben Ende März 2024 unter anderem Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Die Krise könnte für den Bund und das Land Schleswig-Holstein teuer werden. Northvolt hat rund 600 Millionen Euro von der staatlichen Förderbank KfW erhalten, für die Bund und Land je zur Hälfte bürgen. (dpa/mp)
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