Stinkende Blubberblasen in der Ostsee – das steckt dahinter
Nanu, was war das denn? Passanten beobachteten im vergangenen Herbst am Ostseestrand von Kellenhusen ein mysteriöses Blubbern im Wasser. Ein paar Monate später war das Phänomen in Haffkrug erneut zu sehen. Kurz darauf waberte auch noch ein enormer Gestank durch die Gemeinde. Nun gibt es Theorien dazu, woher die rätselhaften Blasen stammen.
Im September 2024 tauchte das Phänomen in Haffkrug nahe Scharbeutz auf, im März dann in Kellenhusen (Kreis Ostholstein). Hier entstand durch das Blubbern auch ein unangenehmer Geruch. Was war da los? Für Andreas Geist, Diplomingenieur in der Gemeindeverwaltung Scharbeutz, handelt es sich um ein ab und zu auftauchendes Phänomen, das es überall gibt, wie er den „Lübecker Nachrichten“ sagte.
Blubbern – ein normales Phänomen
Geist hält das Blubbern für ein normales, wiederkehrendes Phänomen. Wasserführende Schichten würden im Untergrund abfallen, das Wasser dieser unterirdischen Schichten trete am Spülsaum wieder aus. Dabei entstehe das Blubbern. Was er sich allerdings nicht erklären könne, sei der Gestank. „Was im Wasser liegt, stinkt nicht“, so Geist in dem Bericht.
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Auch Wolfgang Jensen, ehemaliger Sachbereichsleiter Instandhaltung und Betrieb für landeseigene Anlagen des Hochwasser- und des Küstenschutzes an der Ostseeküste, hat eine mögliche Erklärung. Es sei möglich, dass der Geruch von Methanquellen aus den moorigen Schichten unter dem Meeresboden stamme, sagte er den „Lübecker Nachrichten“. Wegen einer Sturmflut 2023 könnten die Sedimentschichten auf dem Meeresboden zu dünn geworden sein, sodass das Gas an der Wasseroberfläche austritt. Über Risse im Moor könne das stinkende Gas ausgeströmt sein.
Nachdem Blubbern und Gestank bemerkt worden waren, hatte die Feuerwehr Luftproben genommen. Dabei sei aber nichts Auffälliges festgestellt worden. (mp)
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