Ehemalige Aussichtsplattform Kampen auf Sylt

Sie war das Wahrzeichen von Kampen auf Sylt: Von dieser Aussichtsplattform hatten Besucher einen spektakulären Blick auf Nordsee und Rotes Kliff. Nun wurde sie abgerissen. Foto: IMAGO/Ingo Kutsche

Sylter Wahrzeichen abgerissen – so geht es weiter

Die Holz-Plattform am Strand in Kampen galt als Wahrzeichen der Sylter Gemeinde – und war bei Urlaubern wegen des spektakulären Nordseeblicks beliebt. Ob der Neubau zur Saison steht, ist noch unklar.

Die legendäre Holzplattform mit Strandkörben ist nach 20 Jahren abgerissen worden. Das marode Konstrukt habe nicht mehr alle Sicherheitsstandards erfüllt, sagte Lars Lunk vom Tourismus Service Kampen.

Das Podest war bei Sylt-Urlaubern vor allem wegen des spektakulären Blicks über die Nordsee und auf das Rote Kliff beliebt. Es galt als Wahrzeichen der Gemeinde – auch über die Inselgrenzen hinaus.

Gäste konnten Strandkörbe kostenlos nutzen

„Wir haben den Menschen in der Vor- und Nachsaison immer Strandkörbe auf die Plattform gestellt – und der Weg zum Strand ist kurz“, sagte Lunk. Von Oktober bis April konnten Gäste die Körbe kostenlos nutzen.

Der geplante Neubau soll widerstandsfähiger und „langfristig leichter instand zu halten sein“. Die neue Plattform hat den Angaben zufolge eine Fläche von rund 300 Quadratmetern – etwas weniger als der Vorgänger. Ende März sollen die Bauarbeiten starten, im Juni soll alles fertig sein, so Lunk.

Pläne für neue Plattform in Kampen auf Sylt

Das neue Konstrukt werde auf sogenannten Hybrid-Pfählen ruhen. „Durch diese stabilere Bauweise mit Stahlrohren im Sand als Basis, darüber einer Kuppel und dann erst den Holzpfählen sieht es künftig im Unterbau viel aufgeräumter aus.“ Geplant ist, dass die Besucher wie zuvor schon über einen ebenen Holzsteg direkt auf die Plattform gelangen – auch im Rollstuhl und mit Kinderwagen.

Das könnte Sie auch interessieren: Das mysteriöse Schiffswrack von Sylt

Provisorisch sind jetzt vier Strandkörbe auf einem Rettungsschwimmer-Turm aufgebaut. Erholungssuchende können sich bis Mai darin ausruhen. Dann sitzen dort wieder die Lebensretter und bewachen die Badenden in der Nordsee.

Neubau wird nicht billig

Die Kosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, teile Kampens Tourismus-Direktorin Birgit Friese der dpa mit. Eine Förderung gibt es nicht. „Natürlich ist ein solcher Neubau ein Kraftakt für eine kleine Gemeinde wie Kampen. Allerdings ist die Erneuerung eine wichtige Investition für die touristische Infrastruktur.“ Wenn alles läuft wie geplant, soll der Neubau demnach mindestens 30 Jahre halten. (dpa)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test