Er hatte selbst „getankt“: Tankschiff mit schlafendem Kapitän fährt auf Schlepper zu
Ein Kapitän eines Tankschiffs auf der Elbe hat selbst ein wenig „getankt“. Beduselt nickt er am Steuer ein, während sein Fahrzeug vor Brunsbüttel auf Kollisionskurs geht.
Ein nach dem Konsum von Alkohol eingeschlafener Kapitän hat auf der Elbe bei Brunsbüttel beinahe einen schweren Unfall verursacht. Sein Binnenmotortankschiff war für eine Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal angemeldet und fuhr in der Nacht zum Sonntag ungebremst auf einen Schlepper zu, wie die Polizei mitteilte. Der Schlepperkapitän habe den Schiffsführer des Tankschiffs weder über Funk noch per Telefon über die Verkehrszentrale erreichen können.
Lotse musste übersetzen und den Kapitän wecken
Dann stellte die Besatzung eines Lotsenversetzbootes fest, dass sich offenbar niemand auf der Brücke des Tankschiffs befand. Daraufhin habe ein Lotse übergesetzt und den schlafenden Kapitän vorgefunden. „Der Schiffsführer des Tankschiffes war vermutlich aufgrund des Alkoholgenusses an seinem Steuerrad eingeschlafen und war erst nach mehreren Versuchen wach zu bekommen“, hieß es in der Polizeimitteilung.
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Der Lotse lenkte das Tankschiff in die Kanalschleuse. Die Wasserschutzpolizei stellte bei dem Kapitän einen Atemalkohol von 1,04 Promille fest. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt, beschlagnahmten das Schifferpatent des Kapitäns und leiteten ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und Trunkenheitsfahrt ein. (dpa/mp)
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