„Hoffnungsträger dürfen nicht gehen“ – offener Brief an Robert Habeck
Nach den ernüchternden Wahlergebnissen der Grünen bei der Bundestagswahl kündigte Robert Habeck an, sich aus Führungsrollen in der Politik zurück zu ziehen. Jetzt plädieren mehr als 250.000 Menschen dafür, dass Habeck bleibt – und zwar in einem offenen Brief.
„Lieber Robert, ‚Die Zeiten sind anspruchsvoll und fordern viel von vielen‘ schreibst du in deinem Buch und damit hast du recht“, steigt der offene Brief ein, der auf „WE ACT“, der Petitionsseite von „Campact“ veröffentlicht wurde. Habeck hatte am Montag seinen Rückzug aus Führungspositionen bei den Grünen bekannt gegeben. „Ich werde keine führende Rolle in den Personaltableaus der Grünen mehr beanspruchen oder anstreben“, sagte er.
In dem offenen Brief heißt es weiter: Die Klimakrise, steigende Ungerechtigkeit und die Bedrohung der Demokratie und des Friedens, würden Zukunftsängste in den Menschen auslösen. „Doch gerade in einer solchen Zeit braucht es Menschen – und noch wichtiger Führungspersönlichkeiten – wie dich.“
Offener Brief an Habeck: „Du darfst dich nicht entmutigen lassen“
Habeck höre zu, wäge ab, fühle mit und widersetze sich dem „oftmals rückwärtsgewandten, zynischen und entmenschlichten Diskurs“. Die Unterzeichner:innen sprechen Habeck nicht ab, dass die Wochen vor der Wahl ihn viel gekostet haben. Dennoch möchten sie, dass er bleibt. „Wir dürfen uns und du darfst dich nicht entmutigen lassen“, heißt es. Rückzug sei keine Option.
„Du bist für viele ein Hoffnungsträger. Und Hoffnungsträger dürfen nicht gehen, wenn sie am meisten gebraucht werden, sondern müssen Führung und Verantwortung übernehmen“, schließt der Brief.
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265.074 Menschen haben den offenen Brief bereits unterzeichnet (Stand 26. Februar, 13.30 Uhr). Gestartet ist die Aktion am Vortrag von dem Nutzer Konstantin Kugler.
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