„Habe Fehler gemacht“: Lauterbach rudert bei neuer Isolationsregel zurück
Die Kritik war laut und deutlich – jetzt rudert der Bundesgesundheitsminister zurück: Karl Lauterbach (SPD) hat die geplante Änderung der Isolationsregel als falsch bezeichnet und einen Fehler eingeräumt.
„Die Beendigung der Anordnung der Isolation nach Corona-Infektion durch die Gesundheitsämter zugunsten von Freiwilligkeit wäre falsch und wird nicht kommen. Hier habe ich einen Fehler gemacht“, schrieb der SPD-Politiker am Mittwoch auf Twitter. Die geplante Änderung entlaste zwar die Gesundheitsämter. Aber das Signal sei „falsch und schädlich“.
Lauterbach rudert zurück: „Corona ist keine Erkältung“
Weiter schrieb Lauterbach: „Corona ist keine Erkältung. Daher muss es weiter eine Isolation nach Infektion geben. Angeordnet und kontrolliert durch die Gesundheitsämter.“ Mehr dazu wolle er am Mittwoch offiziell machen. Lauterbach betonte: „Der Fehler lag bei mir und hat nichts mit der FDP oder Lockerung zu tun.“
1) Die Beendigung der Anordnung der Isolation nach Coronainfektion durch die Gesundheitsämter zugunsten von Freiwilligkeit wäre falsch und wird nicht kommen. Hier habe ich einen Fehler gemacht. Das entlastet zwar die Gesundheitsämter. Aber das Signal ist falsch und schädlich.
— Prof. Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) April 6, 2022
In der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ am späten Dienstagabend hatte Lauterbach bereits angekündigt, dass es die zum 1. Mai geplante freiwillige Isolation von Corona-Infizierten nicht geben werde. Bleiben solle aber eine verkürzte Isolation von fünf Tagen.
An Lauterbachs Plänen zur freiwilligen Selbstisolation hatte es massive Kritik gegeben, unter anderem von Ärzt:innenverbänden. Der Sozialverband VdK sprach vom „Prinzip Durchseuchung“. (due/dpa)
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