RTL feuert Moderator Maurice Gajda – er soll einen Tweet der Ex-AfD-Chefin Frauke Petry gefälscht haben. (Archivbild)
  • RTL feuert Moderator Maurice Gajda – er soll einen Tweet der Ex-AfD-Chefin Frauke Petry gefälscht haben. (Archivbild)
  • Foto: IMAGO/Horst Galuschka

Tweet von Ex-AfD-Chefin gefälscht: RTL feuert „Explosiv“-Moderator

Heftige Vorwürfe gegen Maurice Gajda: Der RTL-Moderator hat in einem Beitrag wohl einen Tweet der Ex-AfD-Chefin Frauke Petry gefälscht. Der Sender zieht jetzt Konsequenzen – und feuert den Reporter.

Was war passiert? In einem Beitrag im TV-Magazin „Explosiv Weekend“ vom 5. August hatte Gajda einen angeblichen Tweet von Frauke Petry vorgelesen. In dem Posting ging es um den Vorentscheid des Eurovision Song Contest (ESC). Gajda zitierte die Ex-AfD-Chefin mit den Worten: „Ich glaube, kein normaler Deutscher will einen rosa gefärbten Asiaten beim ESC sehen.“ Gajda behauptet, der Tweet sei mittlerweile gelöscht.

Gleichzeitig wurde ein angeblicher Screenshot des Tweets eingeblendet – alles Fake, wie sich jetzt herausstellt. Petry hat den Tweet so nie abgesetzt.

„Wie man mit politisch unbequemen Personen umgeht, demonstriert RTL hier eindrucksvoll. Man denkt sich einen rassistischen Tweet aus, ein Grafiker setzt das um und fertig ist das Fake“, schrieb Petry auf X (ehemals Twitter).

Maurice Gajda äußerte sich gegen über der „Bild“–Zeitung zu den Vorwürfen: „Frauke Petry hat am 4. März 2023 einen Tweet mit dem Text: ,Ich glaube kein normaler Deutscher will einen rosa gefärbten Asiaten beim ESC sehen #ESC2023’ veröffentlicht. Ein Freund aus der LBGTQ-Bewegung hat mir kurz nach der Veröffentlichung den Link zu diesem Post zugeschickt.“ Er werde diesen Hergang durch eine eidesstaatliche Versicherung bestätigen.

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RTL hat den Fall mittlerweile geprüft – und kommt zu dem Schluss: Den Tweet hat es so nie gegeben. Der Sender zieht nun Konsequenzen und feuert Gajda. „Wir entschuldigen uns bei Frau Dr. Petry. Wir haben Maurice Gajda als engagierten und leidenschaftlichen Reporter kennengelernt. In diesem Fall gibt es aber zahlreiche eklatante Verstöße gegen die journalistische Sorgfaltspflicht“, so Martin Gradl, Co-Geschäftsführer von RTL News.

Gajda arbeitete als freier Reporter für RTL. Seit 2019 moderierte er „Explsoiv“ – außerdem war er unter anderem beim „Dschungelcamp“ und für die Sendung „Punkt 6“ im Einsatz. (elu)

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