Johannes Eggestein und Morgan Guilavogui mit Trainer Alex Blessin

Alexander Blessin wird genau hinschauen, welche Stürmer (v. l. Elias Saad, Johannes Eggestein, Morgan Guilavogui) sich für den Kader empfehlen. Foto: imago/Oliver Ruhnke

Guilavogui sorgt für Luxusproblem: Wen streicht Blessin aus dem St. Pauli-Kader?

Der Mann liegt voll im Soll. Bisher geht der Comeback-Plan von Morgan Guilavogui voll auf, St. Paulis französischer Angreifer absolvierte auch am Mittwoch die komplette Einheit mit der Mannschaft. Der Haarriss im Kahnbein scheint vollends auskuriert, die Leihgabe aus Lens auf dem Weg zurück in den Kader am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach. Was Coach Alexander Blessin vor ein Luxusproblem stellen würde.

Oladapo Afolayan gelang zunächst nicht viel bei den Spielformen und Torabschlussübungen an der Kollaustraße, und der Engländer schien zu wissen, dass das nicht gut ist. Gestenreich ärgerte er sich über jede nicht geglückte Aktion, ließ sich aber nicht hängen und hatte schließlich beim abschließenden Turnier etliche auffällige Momente. Die werden auch bei ihm notwendig sein fortan, um sich für das Spieltagsaufgebot zu qualifizieren. Denn in der Abteilung Attacke sind alle Mann an Bord.

Morgan Guilavogui erweitert St. Paulis Möglichkeiten enorm

Und das eröffnet Blessin einen bunten Strauß an Alternativen. Zuletzt hatte sich das Trio Noah Weißhaupt, Danel Sinani, Elias Saad in den Vordergrund gespielt, war gesetzt. Mit der Rückkehr von Guilavogui aber kann sich keiner mehr seiner Sache wirklich sicher sein, denn der 27-Jährige kann auf beiden Flügeln ebenso agieren wie im Sturmzentrum. Gegen Gladbach wird er gewiss zunächst auf der Bank Platz nehmen, aber generell sind fortan diverse Variationen möglich.

Zumal dahinter nicht nur Afolayan, der zuletzt meist als Joker kam, auf seine Chance lauert. Auch Johannes Eggestein, über weite Strecken der Saison Stammkraft, wird sich kaum dauerhaft mit seiner aktuellen Reservistenrolle zufrieden geben. Und dann wäre da noch ein weiteres Quartett, das zur Verfügung stünde, bisher aber über Ansätze nicht hinausgekommen ist.

Für einige St. Pauli-Stürmer wird es eng

Scott Banks hatte schon vergangene Woche spüren müssen, dass er den Fuß nicht vom Gaspedal nehmen darf. Der Schotte war aus dem Bayern-Kader gestrichen worden, weil Blessin seine Leistung unter anderem im Test bei Hertha BSC (0:0) nicht gefallen hatte. Für ihn war Erik Ahlstrand ins Aufgebot gerückt, der in Berlin hatte überzeugen können, aber weiterhin zwischen Bank und Tribüne pendelt. Auf letzterer ist schon seit Jahresbeginn Andreas Albers zu Hause, weil Abdoulie Ceesay ihm den Rang abgelaufen hatte. Aber auch der der Winter-Zugang darf sich durch die Guilavogui-Rückkehr seiner Sache nicht mehr sicher sein.

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Unterm Strich wird Blessin aus zehn Offensivkräften auswählen können beziehungsweise müssen. Denn so luxuriös sich die Lage für den Coach auch darstellt, er wird einigen seiner Spieler wehtun müssen. Aber das gehört im gnadenlosen Profi-Alltag eben auch dazu.

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