Lars Ritzka klatscht nach seinem Tor mit Connor Metcalfe ab

Lars Ritzka klatscht nach seinem Bundesliga-Debüttreffer mit Connor Metcalfe ab. Foto: Imago/De Fodi

Nach Hammer gegen die Bayern: Schießt sich Ritzka in die St. Pauli-Startelf?

Er ist eine Alternative für die Startelf gewesen, saß aber lange nur auf der Bank, weil Siebe Van der Heyden den Vorzug erhalten hatte. Die kurze Zeit, die er auf dem Spielfeld der Allianz Arena hatte zubringen dürfen, nutzte Lars Ritzka allerdings zu einer nachhaltigen Bewerbung für mehr. Mit langem Anlauf.

Tief in der eigenen Hälfte war er an den Ball gekommen, hatte halbwegs ungestört durchs Mittelfeld marschieren können und sich zielstrebig dem Bayern-Tor genähert. Als er seiner Meinung nach nah genug dran war, zog er einfach mal ab – und traf sehenswert zum Endstand. Die Partie ging aus St. Pauli-Sicht bekanntlich 2:3 verloren, für Ritzka wird das Spiel dennoch immer in Erinnerung bleiben.

St. Paulis Ritzka trifft erstmals in der Bundesliga

Denn es war das erste Erstliga-Tor des 26-Jährigen, der in seinem bereits vierten Jahr auf dem Kiez aktiv ist und sich mit jedem neuen Tag immer ein Stück weiterentwickelt. Als er gelernte Linksverteidiger im Sommer 2021 vom SC Verl an die Elbe gewechselt war, wird er kaum auf der Agenda gehabt haben, in nicht so fürchterlich ferner Zukunft Erstliga-Profi sein zu können. Aber er hat es geschafft.

Ritzka stand bisher neun Mal in St. Paulis Startelf

17 Mal kam der gebürtige Hannover bisher in der Beletage zum Einsatz, in den drei Jahren zuvor hatte er es auf schlanke 50 Arbeitsnachweisen im Unterhaus gebracht – inklusive zweier Tore. Fernschüsse, versteht sich. Sowohl beim 5:1 gegen Holstein Kiel als auch beim 2:1 gegen den SC Paderborn, beides in der vergangenen Aufstiegssaison, hatte Ritzka mit viel Karacho aus der Distanz getroffen. Da war der herrliche Treffer gegen die Bayern nur eine logische Fortsetzung.

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Nun ist dem Musterprofi nicht an persönlichem Wohlbefinden gelegen, Ritzka ist Teamsportler durch und durch. Dennoch wird es ihm lieber sein, bereits beim Anpfiff auf dem Platz stehen zu dürfen, so wie es in der aktuellen Saison bisher neun Mal der Fall gewesen ist. Mit seinem spektakulären Kurzauftritt in München wird er nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht haben.

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