Wackelkandidat Wahl und Nemeth: So steht es um St. Paulis Abwehrriegel
Der FC St. Pauli hat in der entscheidenden Phase des Klassenkampfes weiter mit Personalproblemen zu kämpfen, die das Herzstück der Mannschaft betreffen: die Abwehr. Vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) gibt es gute, aber auch schlechte Nachrichten – und es bleibt ein Fragezeichen. Defensiv wird St. Pauli gegen Tim Kleindienst & Co. mächtig gefordert werden.
Die gute Nachricht zuerst. David Nemeth, der angeschlagen aus dem Auswärtsspiel bei Bayern München gegangen ist, ist wieder fit und einsatzfähig. „David wird spielen“, stellt Trainer Alexander Blessin klar. Der Innenverteidiger, der zu Wochenbeginn nur gelaufen war, habe voll trainiert und der Körper keine negative Reaktion im Adduktorenbereich gezeigt, berichtete der Coach. Auch Adam Dzwigala, der gegen Bayern angeschlagen hatte ausgewechselt werden müssen, ist „einsatzfähig.“
Blessin: Wahl gibt es Hoffnung, aber keine Garantie
Nicht hundertprozentig festlegen wollte sich der Trainer bei Hauke Wahl, der gegen Bayern aus nach Vereinsangaben aus „privaten Gründen“ gefehlt hatte. „Bei Hauke gehe ich davon aus, dass er zur Verfügung steht und spielt.“ Bedeutet: es bleibt ein Fragezeichen und Restrisiko, dass der Abwehrchef erneut nicht spielt, was in dieser Phase der Saison eine Schwächung wäre.

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Definitiv ist dagegen der Ausfall von Siebe Van der Heyden. Der Belgier, der zuletzt auf der linken Seite der Dreier-Abwehrkette gespielt hatte, wird aufgrund von Problemen im linken hinteren Oberschenkel ausfallen, wie Blessin berichtete.
Van der Heyden fällt aus, Ritzka erste Option als Ersatz
Erster Ersatzkandidat ist Lars Ritzka, wie Van der Heyden Linksfuß. Ritzka war gegen Bayern in der Schlussphase eingewechselt worden und hatte in der Nachspielzeit den 2:3-Anschlusstreffer erzielt, zugleich der Endstand. Auch Dzwigala sei eine Option für die Van-der-Heyden-Position, so der Coach.
Am Freitagmittag hatte der Verein zudem mitgeteilt, dass der seit November ausgefallene Innenverteidiger Karol Mets nach einer Knie-Operation mehrere Monate und damit weit über das Saisonende hinaus nicht zur Verfügung stehen wird.
Blessin: St. Pauli muss „leiden“ und Gladbach „überfordern“
St. Pauli hat mit den formstarken Gladbachern einen „schweren Gegner vor der Brust, aber einen machbaren“, sagt Blessin über die Gäste, bei denen der zuletzt gelb-rot-gesperrte Kleindienst in die Startelf zurückkehren wird. Vor allem in Umschaltmomenten habe der Gegner „wahnsinnig Qualität“, weshalb sich seine Mannschaft so wenig wie möglich Ballverluste leisten dürfe.
Marschroute: Den Favoriten nerven, mit intensivem und aggressiven Spiel, „Wir müssen leiden, 90 Minuten leiden“, formuliert es Blessin. „Wir müssen den Gegner überfordern, ihm keine Ruhe lassen, um in sein Spiel zu kommen.“
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