„Deutlich und direkt“: Kovac verpasst BVB-Stars einen Einlauf – Barça wartet
Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac hat nach den jüngsten Enttäuschungen beim BVB den Ton verschärft. Zu seiner Ansprache nach dem 0:1 am Samstag gegen den FC Augsburg sagte der Coach vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League beim OSC Lille. „Da war ich sehr deutlich und direkt. Ich denke, das war nach dem Spiel gegen Augsburg auch notwendig.“ Es sei wichtig gewesen, die Sinne zu schärfen.
Stürmer Serhou Guirassy berichtete: „Es war eine klare Unterhaltung zwischen Trainer und Spielern.“ Der beste Dortmunder Torschütze ergänzte: „Ich denke, es hat mir gedient und allen Spielern gutgetan. Es war wichtig, denn wir haben gegen Augsburg nicht das gemacht, was wir hätten tun sollen.“
Kovac: „Müssen ein anderes Gesicht zeigen“
Am Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN) steht der BVB enorm unter Druck. In der Bundesliga steckt die Mannschaft im Mittelmaß. Aus dem DFB-Pokal ist Dortmund ausgeschieden. Die Königsklasse ist die einzige Chance, die Saison noch zu retten. Das Hinspiel in Dortmund endete 1:1.
Kovac forderte: „Wir müssen morgen, wenn die Champions-League-Hymne ertönt, ein anderes Gesicht zeigen. Und ich bin davon überzeugt, dass wir das schaffen.“
Der FC Barcelona wäre Dortmunds Viertelfinalgegner
Sollten den Dortmundern dies gelingen, würde im Viertelfinale ein Wiedersehen mit dem FC Barcelona warten. Bereits in der Vorrunde standen sich beide Teams gegenüber. Die Partie im Signal Iduna Park endete mit 2:3 aus BVB-Sicht.

Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick mit den Zauberfüßen Raphinha und Lamine Yamal zog durch das mitreißende 3:1 gegen Benfica Lissabon ins Viertelfinale ein und bescherte den Fans nach dem plötzlichen Tod von Teamarzt Carles Miñarro Garcia einige unbeschwertere Momente. Nach Tagen der Trauer war es ein extrem emotionaler Sieg für Flick und sein Team.
Raphinha und Lamine Yamal überragen einmal mehr
Bayern-Schreck Raphinha (11., 42.) mit seinen Saisontoren Nummer zehn und elf in der Königsklasse und Jungstar Yamal (27.) hielten den Triple-Traum am Leben und schossen sich für ein mögliches Duell mit Borussia Dortmund warm. Argentiniens Weltmeister Nicolás Otamendi (13.) glich zwischenzeitlich aus, Benfica hatte aber schon das Hinspiel verloren (0:1).
Bevor der Brasilianer und Yamal am Dienstagabend im Olympiastadion ihre große Kunst zeigten, stand zunächst die Trauer im Vordergrund. Die Zuschauer, darunter Nationaltorwart Marc-André ter Stegen, erhoben sich zur Gedenkminute für Miñarro Garcia, das katalanische Volkslied „El cant dels ocells“ („Der Gesang der Vögel“) erklang in Moll.
Das könnte Sie auch interessieren: Je älter, desto besser? Ronaldo (40) erreicht erstaunliche Tor-Bestmarke
Mit dem letzten Ton setzte Applaus ein – und dann Fußball zum Genießen. Hinspiel-Torschütze Raphinha traf nach wunderbarer Vorarbeit von Yamal, dessen 2:0 per Schlenzer ein Geniestreich war. Nach Otamendis Kopfballtreffer, den Stürmerstar Robert Lewandowski unfreiwillig vorgelegt hatte, vollendete Raphinha einen Konter zur Entscheidung. (dpa/mb)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.