Dietmar Hopp
  • Dietmar Hopp steht mal wieder in der Kritik.
  • Foto: imago/Michael Weber

„Hopp, verp… dich!“ Riesige Fan-Wut nach Hoffenheim-Beben

Nach der plötzlichen Trennung von Sportchef Alexander Rosen herrscht bei den Fans der TSG 1899 Hoffenheim großer Unmut. Rund um die Arena in Sinsheim und dem Trainingszentrum in Zuzenhausen wurden von Anhängern Transparente mit harscher Kritik an den Verantwortlichen befestigt.

„125 Jahre TSG – Aufgebaut und zerstört – danke für Nichts!“, hieß es auf einem Plakat. Auf einem weiteren wurde Mäzen Dietmar Hopp sogar persönlich attackiert: „Wir Fans sind der Verein. Hopp verpiss Dich!“

Die Kraichgauer hatten am Montag die Trennung von Geschäftsführer Rosen nach über zwölf Jahren Zusammenarbeit bekanntgegeben. Als Grund nannte Simone Engelhardt, die als Interims-Vorsitzende des eingetragenen Vereins den Mehrheitsgesellschafter vertritt, die Planung der näheren Zukunft.

„Unsere Auffassungen über die künftige Ausrichtung waren am Ende zu unterschiedlich, auch mit Blick auf die anstehende Saison, in der die TSG wieder international spielt und in der Europa League antritt“, sagte Engelhardt. Auch Denni Strich und Jan Mayer werden als Geschäftsführer ausscheiden.

Fans: „Diese Rückkehr ist das Papier nicht wert“

Der Verein ist seit 2023 offiziell zurück im Kreis der 50+1-Klubs. Die Regel gibt im Kern vor, dass Investoren keine Stimmenmehrheit an den Kapitalgesellschaften von Vereinen übernehmen können. Die notwendige Abstimmung der Vereine über die Neuregelung bei einer Mitgliederversammlung musste schon mehrfach verschoben werden.

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Hoffenheim hatte wegen Hopp jahrelang eine Ausnahmegenehmigung. „Diese Rückkehr ist das Papier nicht wert, auf dem es steht“, monierten die Fans nun in einer in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Stellungnahme. Der 84 Jahre alte Hopp gilt vereinsintern noch immer als wichtiger Strippenzieher und soll in den vergangenen Monaten mit der Entwicklung unter Rosen unzufrieden gewesen sein. Gut zwei Wochen vor dem Saisonstart hat die TSG noch keinen einzigen Neuzugang präsentiert. (dpa/bv)

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