Thomas Helmer schaut in die Ferne

Thomas Helmer findet, dass der FC Bayern sich in der Causa Müller nicht gut präsentiert. Foto: IMAGO/Eibner

Helmer kritisiert Bayerns Umgang mit Müller – das sagt Schweinsteiger zur Situation

Thomas Helmer hat den FC Bayern für den Umgang mit Thomas Müller kritisiert. Zuletzt waren vermehrt Berichte aufgekommen, wonach Vereinsikone Müller beim deutschen Fußball-Rekordmeister in München keinen neuen Vertrag mehr bekommt. „Irgendjemand von Bayern muss es erzählt haben“, spekulierte Ex-Profi Helmer in der Münchner „Abendzeitung“ und meinte: „Es ist definitiv nicht gut, dass es öffentlich geworden ist.“

Der ehemalige Nationalspieler und Europameister von 1996 spielte sieben Jahre bei den Bayern, nach seiner aktiven Laufbahn wurde er Journalist und TV-Moderator. Der 59-Jährige findet, Müller habe die aktuelle Situation nicht verdient, schließlich sei er „ja nicht irgendein Spieler. Er steht ganz oben, ist einer der größten Spieler in der Bayern-Historie.“

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„Durch die Meldungen der vergangenen Tage sieht er jetzt nicht gut aus – und vor allem sieht der FC Bayern in der Causa Müller nicht gut aus“, sagte der frühere Abwehrspieler. „Man hätte Müller das selbst machen lassen sollen. Aber es zeigt mal wieder: Dankbarkeit gibt es nicht im Fußball.“

Eberl möchte Thomas Müller nicht verlängern

Müllers Vertrag bei den Bayern läuft im Sommer aus. Die Vereinsbosse um Sportvorstand Max Eberl sollen dem 35-Jährigen Medienberichten zufolge bereits signalisiert haben, dass er keinen Kontrakt als Spieler mehr bekommt. Zuletzt war der Weltmeister von 2014 von Coach Vincent Kompany kaum noch für die Startelf berücksichtigt worden und zumeist spät als Einwechselspieler gekommen.

Helmer erinnert sich, wie es früher bei ihm war, als er vor dem Weggang aus München stand. „Ottmar Hitzfeld hat mir zum Ende meiner Bayern-Zeit klar gesagt, dass er auf andere Spieler setzen würde. Das war hart für mich, aber fair. Auch die Klubführung um Franz Beckenbauer ist immer ehrlich mit mir umgegangen. Das ist heute vielleicht so ein bisschen verloren gegangen. Für einen Spieler wie Müller ist es immer schwierig, den Absprung zu schaffen, wenn man noch ein Jahr spielen möchte. Ehrlichkeit von der Klubseite ist am wichtigsten.“

Bastian Schweinsteiger hofft, dass Thomas Müller das macht, worauf er Lust hat. WITTERS
Bastian Schweinsteiger steht am Spielfeldrand
Bastian Schweinsteiger hofft, dass Thomas Müller das macht, worauf er Lust hat.

Auch der ehemalige Bayern Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger (40) hat sich zu Thomas Müllers Zukunft geäußert. „Er ist alt genug, um selbst zu entscheiden, was richtig für ihn ist“, sagte Schweinsteiger dem SID am Rande eines Pressetermins zum Start der Kings League in Deutschland: „Wir wissen alle, was er geleistet hat für Bayern und auch für die Nationalmannschaft. Für mich ist es nur wichtig, dass er das macht, worauf er Lust hat.

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Wenn Müller „irgendwann mal“ aufhört, wird der Fanliebling „durch das große Tor“ gehen, ist sich Schweinsteiger sicher. Und vielleicht steigt Müller ja auch in die Kings League ein, dessen Präsident in Deutschland Schweinsteiger ist. „In der Kings League ist er immer willkommen. Wir werden für ihn einen Platz schaffen, auf jeden Fall“, sagte er mit einem Schmunzeln. (sid/dpa/vb)

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