Wer braucht schon Neymar, Messi und Mbappé? PSG vor historischem Ziel
Paris Saint-Germain kann an diesem Wochenende in Frankreich den Titel klar machen und in dieser Saison etwas schaffen, was selbst den Superstars Neymar, Messi oder Mbappé einst nicht gelang.
Neymar. Lionel Messi. Kylian Mbappé. Klar, sie holten alle mit Paris Saint-Germain den Titel – aber erst die Nachfolger der Megastars stehen nun vor einem historischen Coup. Gelingt Paris die perfekte Saison? Gewinnen sie die Meisterschaft ohne eine einzige Niederlage?
Enrique: „Perfektion gibt es nicht und wir sind nicht perfekt“
„Wir sind nicht unschlagbar, wir sind nicht unbesiegbar, wir sind keine Filmhelden“, sagt Trainer Luis Enrique und versucht die Erwartungen ein bisschen zu dämpfen: „Wir sind einfach eine Fußballmannschaft. Perfektion gibt es nicht und wir sind nicht perfekt.“

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Doch natürlich wollen die Unbesiegbaren den Titel ohne Pleite holen, das ist in Frankreich noch niemandem gelungen. Auch nicht Neymar, Messi oder Mbappé. Dass Ousmane Dembélé und Co. erneut den Meisterpokal in die Höhe stemmen werden, kommt nicht überraschend. Die finanzielle Kluft zwischen PSG – alimentiert durch eine katarische Investorengruppe – und dem Rest der Liga ist gigantisch, schon am Samstag könnten sie nach dem 28. Spieltag mit einem Remis zu Hause gegen Angers SCO uneinholbar vorne liegen. Es wäre der elfte Meistertitel in den vergangenen 13 Jahren.
PSG möchte zum ersten Mal unbezwungener Meister werden
Für PSG geht es nun vor allem darum, Geschichte zu schreiben – und wie Bayer Leverkusen in Deutschland, der FC Arsenal in England und Juventus Turin in Italien als erstes Team eine perfekte Saison zu spielen. Die alles bestimmenden Superstars sind weg, Paris scheint nun eine echte Mannschaft zu haben, die dieses Wort auch verdient. Das Selbstbewusstsein ist groß.

„Wir wollen in Frankreich und Europa dominieren“, sagt Enrique. Vielleicht ist sogar das Triple drin. Im Pokal wartet im Finale am 24. Mai Stade Reims, in der Champions League haben sie völlig überraschend den FC Liverpool rausgeworfen, die Übermannschaft aus England. Nun wartet im Viertelfinale Aston Villa, das Hinspiel steigt am kommenden Dienstag (21 Uhr/DAZN).
Paris setzt nicht mehr nur auf einzelne Superstars
Der Star bei Paris ist mittlerweile die junge Mannschaft, Kapitän Marquinhos ist mit seinen 30 Jahren der Älteste im Kader. Désiré Doué (19) und Achraf Hakimi (26) sind weitere Stützen. Aber Dembélé sticht dann doch etwas heraus, der ehemalige Bundesliga-Star scheint endlich erwachsen geworden zu sein, blühte zuletzt auf – und kommt in dieser Saison in allen Wettbewerben schon auf 32 Tore.
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„Zu sehen, was er erreicht, berührt mich persönlich, weil ich weiß, wie sehr er kritisiert und verspottet wurde“, sagt Mbappé über seinen Kumpel. Und vielleicht gelingt Dembélé ja tatsächlich, was Neymar, Messi und Mbappé nicht geschafft haben. (sid/vb)
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