Paolo Guerrero im Triko von Alianza Lima

Paolo Guerrero (r.) kickte von 2006 bis 2012 beim HSV und ist in Peru eine verlässliche Größe – auch wenn es darum geht, die Klatschpresse zu bedienen. Foto: IMAGO/Pressinphoto

„Diese Person ist sehr gemein“: Ex-HSV-Star sorgt für Mega-Wirbel in seiner Heimat

Er spielt und spielt und spielt – und sorgt weiterhin für mächtig Wirbel. Kaum eine Woche, in der Ex-HSV-Star Paolo Guerrero nicht die Schlagzeilen in seiner Heimat Peru bestimmen würde. Nun gibt es erneut heftige Diskussionen um den mittlerweile 41-Jährigen.

Wieder mal ist Guerrero in aller Munde und weiß nicht, wie ihm geschieht. Eine kuriose Nummer: Erst gab es einen Rücktritt, dann einen Rücktritt vom Rücktritt und infolgedessen heftige Diskussionen um eine mögliche Verleumdung und die Androhung einer Klage …

Ex-HSV-Star Guerrero spielte 125-mal für Peru

Aber der Reihe nach. Ende November schien Guerreros Länderspielkarriere beendet zu sein. Nachdem er gegen Argentinien zum 125. Mal (40 Tore) für die „Rojiblanca“ aufgelaufen war, deutete er an, künftig Platz für jüngere Spieler zu schaffen. Nun allerdings steht Guerrero, der in seiner Heimat Heldenstatus genießt, erneut im Aufgebot Perus und bereitet sich mit seinem Team auf die WM-Qualifikationsspiele gegen Bolivien (Freitag) und Venezuela (26.3.) vor. „Wenn ich nominiert werde, kann ich nicht Nein sagen“, ließ Guerrero wissen. „Ich liebe mein Land viel zu sehr und möchte für mein Volk kämpfen.“



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So weit, so verständlich. Brisant wurde die Angelegenheit allerdings, weil Sturmkollege Alex Valera (28/Universitario de Deportes) darum gebeten haben soll, diesmal nicht nominiert zu werden – weil er sich in Guerreros Anwesenheit unwohl fühle. So berichtete es der in Peru bekannte Sportjournalist Gonzalo Núñez und löste damit eine Lawine aus.

Guerrero fordert eine Klarstellung von Valera

Guerrero, der von 2006 bis 2012 für den HSV spielte, reagierte empört und forderte Valera öffentlich auf, sich zu den Spekulationen zu äußern. Zwar sei ihm bereits von Teamkollegen versichert worden, dass Valeras Gründe für sein Fehlen nichts mit Guerrero zu tun hätten. „Aber ich möchte, dass er das klarstellt und diese Gerüchte aus der Welt schafft“, so der Angreifer, der auch gegen den Journalisten austeilte: „Diese Person ist sehr gemein, sie hat etwas Persönliches gegen mich und jeder in Peru weiß das.“ Das alles sagte er im Rahmen einer öffentlichen Pressekonferenz – in Deutschland undenkbar.

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Erneut also reichlich Wirbel um Guerrero und kein Ende in Sicht. Die Klatschspalten bedient er dabei ebenso wie die sportlichen Schlagzeilen. Mit seinen 41 Lenzen kickt der Ex-Weltpokal-Sieger (2012 mit Corinthians) immer noch erstklassig und steht wieder bei seinem Heimatverein Allianza Lima unter Vertrag. Wie lange noch? Da will er sich nicht festlegen. „Fußball ist meine Leidenschaft, mein Leben“, sagt Guerrero. „Es wird nicht so einfach sein, damit aufzuhören.“ Ganz offensichtlich nicht.

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