Er kommt als Volksheld zurück zum HSV – darf Pherai auch gegen Elversberg zaubern?
Der Stolz war Immanuel Pherai anzumerken, seine Augen tanzten vor Freude. „Meine Eltern werden sicher sehr stolz auf mich sein“, erklärte der HSV-Mittelfeldspieler, nachdem er Suriname zum 1:0 auf Martinique und damit zum Gold Cup geschossen hatte. Als letzter der zuletzt nominierten HSV-Nationalspieler wird Pherai am Donnerstag in Hamburg zurückerwartet und eine lange beschwerliche Reise in den Knochen haben – doch Trainer Merlin Polzin erwägt, sich Pherais Glücksgefühle nur 24 Stunden später gegen Elversberg, (Freitag, 18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) zu Nutze zu machen.
Für Pherai ging in der Nacht zu Mittwoch ein Traum in Erfüllung. Nach 58 Minuten kam er in die Partie, sicherte dann zehn Minuten vor dem Ende mit seinem Tor aus spitzem Winkel die Teilnahme am prestigeträchtigen Gold Cup, dem amerikanischen Pendant zur EM. Erst zum zweiten Mal überhaupt konnte sich Suriname für das Turnier qualifizieren.
HSV-Profi Pherai spielt seit Sommer 2024 für Suriname
„Das ist ein großartiger Erfolg für unser Land“, so Pherai, der seit vergangenem Sommer für das Heimatland seines Vaters spielt und nun in seinem neunten Länderspiel erstmals traf. „Ich bin sehr froh, hier dabei gewesen zu sein und nun schauen wir, was wir im Sommer in Amerika erreichen können“, ließ er wissen. Vom 14. Juni bis zum 6. Juli steigt das 16-Nationen-Turnier in den USA und Kanada.

Als kleiner Volksheld kehrt Pherai nun in den Volkspark zurück, allerdings auch mit insgesamt 15.000 Flugkilometern in den Knochen. Polzin stellt Pherai dennoch in Aussicht, gegen Elversberg dabei sein zu können. Die Chance bestünde „in jedem Fall. Natürlich ist es nicht optimal, wenn man donnerstags zurückkommt und wir am Freitag spielen. Aber ich habe immer gesagt, dass Länderspielreisen kein Nachteil für unsere Spieler sein sollen. Wir als HSV sind stolz und es ist ein gewaltiges Privileg, wenn man sein Land vertreten darf. Ich habe mich sehr für Manu gefreut.“
HSV-Trainer Polzin will sich in Sachen Pherai kurzfristig entscheiden
Polzin wird sich vor dem Elversberg-Spiel ein genaues Bild von Pherais gesundheitlichem Zustand machen und sich vermutlich erst am Spieltag entscheiden, ob er den 23-Jährigen in den Kader nimmt und dessen mentalen Schwung nutzt. „Wir werden wes abgleichen mit den Leistungen, die er da gezeigt hat, mit den Leistungen, die die Spieler hier im Training gezeigt haben und treffen dann Entscheidungen.“
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Wieder zurück im Volkspark sind auch Miro Muheim, der beim 3:1 der Schweiz gegen Luxemburg groß auftrumpfte und sogar ein Tor erzielte, und Alexander Røssing-Lelesiit, der mit Norwegens U19 drei Siege feierte und sich für die EM-Endrunde im Sommer qualifizierte. Während Muheim gegen Elversberg in der Startelf stehen soll, hofft Røssing-Lelesiit noch auf einen Kaderplatz – ebenso wie Pherai.
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