„Nicht gut für ihn und für uns“: Pherai droht das nächste HSV-Problem
Das Ziel ist groß, die Strapaze danach aber auch. In der Nacht zu Mittwoch (Anstoß um Mitternacht deutscher Zeit) kämpft Immanuel Pherai mit Surinames Nationalteam um die Teilnahme am Gold-Cup, der kommenden Sommer in den USA und Kanada steigt. Anschließend muss der Mittelfeldmann zügig 7500 Kilometer zurück nach Hamburg düsen – denn keine 65 Stunden nach dem Abpfiff empfängt der HSV die SV Elversberg (Freitag, 18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de). Droht Pherai sein nächstes HSV-Problem?
Pherai und sein Reisestress. Kein neues Phänomen, so war es immer, seit der 23-Jährige im vergangenen Sommer seine Nationalmannschafts-Karriere startete. Die für Pherai üble Bilanz: Jedes Mal, wenn er in dieser Saison aus Suriname zum HSV zurückkehrte, spielte er direkt danach keine einzige Minute. So war es im September, Oktober und November. Ereilt ihn dieses Schicksal nun erneut?
HSV-Profi Pherai erst einen Tag vor Elversberg-Spiel zurück
„So gesehen, ist die Ansetzung unseres Spiels nicht so günstig“, sagt HSV-Trainer Merlin Polzin mit Blick auf Pherais Länderspiel-Rückreise. Erst gegen 2 Uhr am frühen Mittwochmorgen wird in Martinique der Abpfiff ertönen, Suriname will sein 1:0 aus dem Hinspiel verteidigen. „Manu kommt am Donnerstag zurück und wir spielen Freitag“, weiß Polzin. „Das ist für ihn nicht gut und für uns auch nicht.“ Klar sei aber auch: „Wenn jemand zum Nationalteam eingeladen wird, ist das ein Privileg. Da sollte man bei seinem Verein keinen Nachteil haben, sondern es ist eine Ehre.“

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Gut für Polzin: In seiner Heimat sammelte Pherai, der nach seiner Verletzung erst kürzlich sein Comeback gefeiert hatte, weiter Spielpraxis. Im Hinspiel kam er 30 Minuten lang zum Einsatz. Diesen Wunsch hatte Polzin vorher auch bei Nationaltrainer Stanley Menzo hinterlegt.
HSV-Coach Polzin sprach mit Surinames Nationaltrainer
„Er war sehr offen für unsere Ansichten, es war ein guter Austausch“, so Polzin, der Menzo seine Sicht der Dinge verdeutlichte. Hätte Pherai kaum Chancen auf Einsatzzeit gehabt, wäre es aus Polzins Sicht besser gewesen, den Mittelfeldmann nicht zu nominieren. Tatsächlich wurde Pherai dann auch erst nachnominiert, nachdem Menzo drei Ausfälle hatte beklagen müssen – und erhielt anschließend die vorab besprochene Einsatzzeit. „Wir hatten gesagt, dass er 30 Minuten in jedem Fall schaffen kann“, erklärt Polzin.
Nun hofft Hamburgs Coach, dass Pherai auch im Rückspiel zumindest über einen ähnlichen Zeitraum ran darf. Ob der frühere Braunschweiger nach seiner Rückflug-Hatz gegen Elversberg im Kader stehen wird, ist allerdings offen. „Wir schauen mal, in welchem Zustand er ist, wenn er wiederkommt“, sagt Polzin, der allerdings ungern komplett auf Pherai verzichten würde: „Er hat schon öfter unter Beweis gestellt, dass er Qualitäten hat, die für uns sehr wichtig sind.“
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Übrigens: Von den HSV-Nationalspielern muss auch Miro Muheim recht spät ran. Der Linksverteidiger trifft am Dienstag mit der Schweiz in St. Gallen auf Luxemburg. Der feine Unterschied: Der Weg zurück nach Hamburg (700 Kilometer) ist kurz. „Wir schauen, wie es ihm dann geht“, so Polzin. „Aber ich denke schon, dass Miro in der Lage sein wird, zwei Spiele in kurzer Zeit zu absolvieren. Das wird eigentlich kein Problem sein.“
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