Gefährliche Aktion! Motorsport-Pilot parkt Auto mitten auf der Ziellinie
Am Samstag kam es bei einem Rennen der NASCAR-Xfinity-Serie auf dem Atlanta Motor Speedway zu einer kuriosen Szene: Josh Williams (29) von DGM Racing stellte seinen Chevrolet mit der Startnummer 92 auf der Start-Ziel-Linie ab – und zwar mitten im Rennen. Er stieg aus, winkte den Fans zu und machte sich dann auf den Weg ins Fahrerlager.
Williams wollte mit seiner Aktion gegen eine Entscheidung der Rennleitung protestieren. Diese hatte den DGM-Piloten kurz zuvor disqualifiziert und ihm die Anweisung erteilt, sein Auto in der Box abzustellen. Grund dafür war ein Stück Klebeband, dass sich von seinem Auto gelöst hatte und so eine Gelbphase im Rennen verursachte.
Unfall zu Rennbeginn war Ausgangspunkt
Williams war zu Anfang des Rennens in einen Unfall verwickelt worden, aus dem sein Auto nicht ganz heil wieder herausgekommen war. Das Team hatte die Schäden in der Folge notdürftig mit Klebeband repariert. Die Rennleitung bedachte den 29-Jährigen und sein Team dafür mit der härtesten Strafe im Motorsport, der Disqualifikation.
Josh Williams has parked the No. 92 on the start/finish line and has exited the vehicle. pic.twitter.com/DEP0LTRLcb
— NASCAR Xfinity (@NASCAR_Xfinity) March 18, 2023
Für seine Park-Aktion muss Williams nun aber wohl eine noch härtere Strafe befürchten. Immerhin verließ er sein Auto während eines laufenden Rennens und verstieß so gegen NASCAR-Richtlinien. Nach dem Rennen wurde er deshalb auch von Verantwortlichen befragt. Eine Entscheidung ist frühestens ab Dienstag zu erwarten.
Williams mit Entschuldigung nach dem Rennen
Williams zeigte sich nach dem Rennen immerhin einsichtig: „Es ist einfach etwas, das ich getan habe, und wenn ich den Preis dafür zahlen muss, dann ist es eben so.“ Er habe das zudem „nicht gemacht, um böse zu sein oder eine große Szene zu machen oder jeden hier draußen zu verärgern“, so Williams. „Ich wollte einfach meine Meinung sagen“.
Das könnte Sie auch interessieren: Es gibt schon konkrete Entwürfe: Fährt die Formel 1 bald in London?
Williams versuchte aber auch, um Verständnis zu werben: „Wir sind ein kleines Team“, erklärte er. „Wir arbeiten alle sehr hart, nicht wahr? Wir fahren nur eine bestimmte Anzahl von Runden und dann passiert so etwas – ein Stück Klebeband löst sich und wir sind aus dem Rennen“.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.