Foto: Dr. Jan Rüssau

Thorsten Schröder: Zwischen Tagesschau, Iron Man und einem wartenden Klavierlehrer

Tagesschausprecher und Triathlet Thorsten Schröder meldet sich in der neusten Folge der Zweiten Luft aus einer unfreiwilligen Trainingspause – mit gebrochenem Schlüsselbein. Es war der erste Tag im Trainingslager auf Fuerteventura. Doch dann kam ein Hund, ein Sturz, ein Knirschen – „Nun gut. Dieses Schlüsselbein, es ist gebrochen. Es knirscht und knarzt so schön dort“, sagt Schröder trocken. Statt langen Intervallen heißt es nun etwa: Schreibtisch aufräumen. Sorgen über seine sportlichen Pläne für 2025 macht er sich keine: der Norseman sei nicht in Gefahr.

Das Klavier? Kann warten

In seinem Buch „Mit jeder Faser“ schreibt Schröder ausführlich über seine sportliche Karriere. Etwa, wie er vor einem Ironman um Viertel vor Vier aufstehen will – und am Vorabend beim Italiener ungeduldig auf seine Pasta wartet. Oder dass er seinem Klavierlehrer bis heute einen Rückruf schuldig ist, weil Schröder den Unterricht zugunsten des Langdistanztrainings abgebrochen hat. 

Triathlon – aber am liebsten ohne Schwimmen?

Was Schröder am Triathlon reizt? Die Abwechslung. „Es wird nie eintönig.“ – auch wenn er ganz zu Anfang am liebsten einen Triathlon ohne Schwimmen genommen hätte. Doch mittlerweile hat er sogar das Wasser liebgewonnen. Den harten Ironman auf Hawaii 2022 bezeichnet er als seinen bisher forderndsten Wettkampf. Besonders die Hitze, die fehlenden Möglichkeiten zur Abkühlung – „das hat mich gekillt“. Sein Erfolgsgeheimnis: mentale Taktiken. „Ich teile mir das Rennen in kleine Häppchen ein“, sagt Schröder. Eine Boje im Wasser ist nicht das Ende – sondern ein Etappenziel: „Wunderbar, da hinten schwimme ich wieder zurück.“

Ganz spontan zum Norseman 

Den Norseman wollte Schröder ursprünglich nie machen. Viel zu kalt. Doch dann war er mit seiner Freundin zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort: in Norwegen. Aus einem „Why?“ wurde direkt, noch am gleichen Tag, ein „Why not?!“ – und ebenso schnell war das Betreuerteam organisiert – für den Fall, dass er überhaupt einen Startplatz bekommt. Auf die Frage, welche Aufgaben dem Betreuerteam zukommen, scherzt er: „Die müssen spuren. Die müssen hier (der Moderator schnipst) … – will was zu essen, will was zu trinken.“

Kein Sponsoring – und trotzdem voll dabei

Dass Schröder sich nicht sponsern lassen darf – öffentlich-rechtliche-Regeln – hält ihn nicht auf. Sein Mantra beispielsweise vor dem Iron Man-Qualifikationsrennen in Frankfurt? „Ich bin stark, ich bin fit, ich schaff die Quali!“. Und was kommt noch? Vielleicht der Celtic Man? „Eigentlich zu kalt“, sagt Schröder. Aber fügt gleich hinzu: „You never know.“

Die ganze Folge wartet auf dich

Die Folge ist eine Einladung in den Kopf eines Mannes, der sich täglich zwischen Studio und Startlinie bewegt – mit Energie, Disziplin und einer großen Portion Selbsthumor. Wer noch mehr erfahren möchte, hört am besten einfach rein in diese besondere Folge des Podcast „Zweite Luft“ mit Host Felix Herkenrath. Überall zu finden, wo Podcasts zu finden sind. 

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