Tristesse im Zentrum: Diese City braucht kein Hamburger
Kommentar –
Wenn alles gut läuft, wird man in 20 Jahren sagen: Corona war die größte Krise und die größte Chance der Innenstadt. Doch dafür muss sich Hamburgs Herz radikal wandeln. In die Innenstadt fahren die meisten Hamburger doch nur noch, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Diese Konsum- und Bürowüste, tagsüber austauschbare Läden und mittelmäßige Gastronomie, abends Tristesse, war auch vor der Pandemie weder attraktiv noch lebendig.
Viele Millionen wurden in den letzten Jahren in Plätze und Straßen investiert, in Kaufhäuser, in Lampen und Blumenkübel. Gebracht hat es nichts. Die Innenstadt mit ihren Ketten und teuren Mieten wird sterben.
Hamburg braucht Plätze, die die bunte Vielfalt anziehen
Und das ist, so hart es für viele Geschäfte und Beschäftigte ist, eine gute Nachricht. Denn nur so gibt es die Chance auf einen Neuanfang, an dessen Ende ein Zentrum steht, in das man gerne fährt, in dem man was erleben kann. In dem Hamburgs Geschichte erlebbar und die Zukunft fühlbar wird.
Mit weniger Autos und Geschäften, mehr Cafés, Bars und Restaurants, mit Räumen zum Flanieren und Verweilen, Plätzen für Kreativität und Kultur, die Hamburgs bunte Gesellschaft anziehen.
Jetzt braucht es nur noch einen Bürgermeister, der Eigentümer, Planer und Bürger an einen Tisch holt und diesen epochalen Wandel energisch angeht.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.